Kai Thrun https://www.kaithrun.de Blog für Kommunikation, Tech, Web, Reisen und Autos Fri, 14 Sep 2018 19:26:33 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 https://www.kaithrun.de/wp-content/uploads/cropped-kaithrun_logo_250_v2-125x125.png Kai Thrun https://www.kaithrun.de 32 32 Blog für Kommunikation, Tech, Web, Reisen und Autos Kai Thrun yes episodic Kai Thrun ichbin@kaithrun.de ichbin@kaithrun.de (Kai Thrun) dein Online- & Marketing-Podcast von Kai Thrun Kai Thrun https://kaithrun.de/images/podcast_logo.png https://www.kaithrun.de Die Sache mit dem IQ-Test https://www.kaithrun.de/persoenlich/die-sache-mit-dem-iq-test/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/persoenlich/die-sache-mit-dem-iq-test/#comments Tue, 07 Aug 2018 11:04:03 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30906 Nichts hat in jüngster Vergangenheit in meinem Umfeld so viel Aufsehen erregt, wie der Umstand, dass ich einen IQ-Test machte. Ich dachte mir nichts dabei, denn ich wollte ich nur wissen, wo ich denn so stehe.

Allein die Tatsache, dass man sich zu einem IQ-Test anmeldet, sorgt allerdings für Gesprächsstoff. Ein IQ-Test stand auf meiner Lifetime-Bucketlist, genauso wie irgendwann einmal Klavierspielen auszuprobieren. Es hatte mich aber in den letzten Jahren vermehrt genervt, dass ich im Berufsleben nicht verstanden werde, man mir nicht folgen kann oder ich das Gefühl hatte, dass Mitmensch gewisse Sachverhalte nicht erfassen. Klar, wir denken alle auf unterschiedliche Weise und kommen aufgrund unserer Erfahrungen auf verschiedenste Korrelationen, wenn es um das Lösen von Problemen geht.

Vermutlich suchte ich mit dem IQ-Test eine Rechtfertigung, für meine eigenen Fehlbelange, die ich so an den Tag lege. Eine bequeme Entschuldigung für dies oder jenes - das wäre etwas Schönes. Ich könnte mich zurücklehnen und ihn für alles, was schief läuft als Beschönigung nehmen.

Der Test

Ich fuhr samstagmorgens nach Hannover zum Test. Nach etwa 5 Stunden Schlaf, da ich die Nacht zuvor mir den Trennungsleid einer Freundin anhörte. Es war mir gleichgültig, ich machte den Test völlig unvorbereitet und ohne jeglichen Anspruch. Ich muss sagen, Mathematik fiel mir wirklich leicht. Ich habe in der vorgegebenen Zeit alle Aufgaben 2x gerechnet, nur um sicher zu sein, dass die Ergebnisse stimmen. Mir fiel aber auf, dass ich in der Zuordnung von Wortgattungen das Oberstübchen anstrengen musste. Der Rest war ok.

Das Ergebnis hinterlies Spuren

Nach 2 Wochen bekam ich Post. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, denn was ist, wenn die Zahl unter den Erwartungen liegt? Was ist, wenn die Zahl nicht bei den erwarteten 100 liegt? Und was ist aus den 5% Abweichung durch Tagesform? Fragen über Fragen, die sich in meinem Kopf häuften.

Ich las meinen IQ und hielt es für einen Fehler. Ich habe etwa 2 Tage gebraucht, um nicht mehr darauf rum zu denken und habe ein paar Gespräche mit Menschen geführt, die hochbegabt (in Deutschland ein IQ über 130) sind. Keine Sorge, ich bin nicht hochbegabt, denn knapp daneben ist auch vorbei.

Da war es wieder mein großes Problem. Ich bin nicht einmal hochbegabt. Ein Gefühlszustand, den ich erstmal einmal verknusern musste. Ich lebe in einem Kreis zwischen »Nichts ist gut genug« (für mich) und es nicht geschafft zu haben. In Relation gesetzt, ist dies großer Humbug. Ein überdurchschnittlich IQ sagt erstmal nichts aus. Es ist ähnlich wie überdurchschnittlich gut aussehen. Gut, mit dem Aussehen kann man wenigstens Geld auf Instagram verdienen. Es ist aber eine Sache, für die ich selbst nichts kann.

Spaß beiseite. Und deswegen schreibe ich diesen Artikel. Hochbegabt zu sein, heißt nicht, dass man superschlau ist. Es bedeutet, dass durch eine intellektuelle Begabung, für die Person bestimmte Sachverhalte schneller klar werden. Es gibt eben auch viele Inselbegabungen, die weit über die reine mentale Veranlagung hinausgeht wie z.B. die Kreativität bei Künstlern. Der Rest ist eben gesellschaftliches Gewäsch (meine Meinung).

Austausch mit Menschen mit gleichem Betriebssystem

Die Information, dass ich eventuell gar nicht jahrelang den Anschluss im Meetingraum verloren habe, hätte ich gern eher gehabt. Es erschließt sich endlich, wieso ich das Interesse verliere, wenn ich eine Sache verstanden oder abgeschlossen habe oder dort den Zenit erreicht habe. Es langweilt mich. Und ich bin nicht allein. Es gibt viele Menschen da draußen, denen es so geht! Ich habe das große Glück, einige davon gesprochen zu haben.

Das Betriebssystem ist eine schöne Metapher. Ich ticke anders, überspringe Zwischenschritte, mache mir weniger Notizen als andere und brauche privat keinen Kalender. Mein Betriebssystem hat für solche Dinge einen guten Zwischenspeicher. Ich erstelle mathematische Zusammenhänge zwischen Zahlen in einer Telefonnummer, um sie mir einfacher merken zu können. Ich kenne fast alle Preise der Produkte im Supermarkt und weiß ganz genau, wann nach der Angebotswoche ein Produkt um 5 oder 10 Cent angehoben wurde. Der Kniff ist ja folgender: Produkt kostet 99 Cent, im Angebot 79 Cent, es sind aber 33%, weil der Ursprungspreis mit 1,19€ angegeben wird. Ich dachte, das sei völlig normal, dass man diese Dinge erkennt. Scheinbar nicht.

Die Selbsterkenntnis

Es hat 38 Jahre gebraucht, damit ich erkenne: bist’n Fuchs. Und Füchse sind gar keine Rudeltiere. Es tut unheimlich gut zu wissen, dass ich anders ticke und ich nicht allein damit bin. Ich nun Menschen kenne, denen es ähnlich geht und wir uns in unseren Erzählungen mit einem euphorischen »Ja, ja! Ganz genau!« bestätigen. Ich kann nun nachvollziehen, wieso Gesprächspartner so reagieren, wenn sie erfahren, dass ich Autodidakt bin.

Dieser Test ist als reines Ergebnis minderrelevant. Er ist aber ein wichtiger Baustein in meiner Selbstfindung, die ich für die persönliche Entwicklung, aus und nach einer Depression für extrem wichtig empfinde. Und da ich an guten Tagen besonders gut darin bin, lautstark für Themen Türen einzutreten, ist dies hier mein Türtritt. Guten Tag.

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Live wird dein Marketing auch 2018 nicht retten https://www.kaithrun.de/social-media/live-wird-dein-marketing-auch-2018-nicht-retten/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/social-media/live-wird-dein-marketing-auch-2018-nicht-retten/#respond Wed, 03 Jan 2018 14:31:09 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30876 Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr einen Tweet abgesetzt und jetzt ist es an der Zeit mein Versprechen einzuhalten. Ich habe im Dezember 2016 behauptet, dass Live etwas zu viel Beachtung beitragen wurde.

Reichweiten-Geier

Zu jener Zeit wurde Live als Content-Format komplett durchgehypt. Alles und jeder war irgendwie Live, allerdings aus einem recht profanen Grund: Reichweite. Facebook hat Live-Videos einfach durchgewunken und selbst ein Jahr später, bekommt man z.B. auch auf Instagram eine freundliche Benachrichtigung. Das Inhaltsformat Live wurde einfach völlig inflationär benutzt, in den meisten Fällen ohne großen Sinn und mit noch weniger Verstand. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer.

Es ist gar nicht so böse gemeint, wie es vielleicht klingen mag. Die Anklage, die ich erhebe ist, dass zu viele taktisch und nicht strategisch denken. Sicher ist es eine gute Taktik, ein Format zu wählen, was vom Gatekeeper durchgewunken wird. Aber gäbe es vielleicht bessere Formate oder Herangehensweisen, die Geschichte oder die Intention, den Leser, Nutzer, Facebook-Fan zu steuern? Ich meine, wenn das so total super ist, wieso sind dann Google Hangouts on Air nicht durch die Decke geschossen? Wieso haben sich Webcams auf Partys nicht durchgesetzt, stattdessen muss es ein verwackeltes Handybild mit schlechtem Ton sein? Spannende Theorie, der ich an dieser Stelle nicht folgen möchte.

Ich kann dem Gedanken auch nicht Folge leisten, und das war meine Intention für den Tweet: Wieso sollte sich ein Format durchsetzen, welches entgegen aller gesellschaftlichen Entwicklung funktioniert?

Mediatheken, Netflix und co

Wir leben in einer Zeit, wo der Medienkonsum unproportional zunimmt und gleichzeitig individualisiert wird. Alles ist on Demand - also AUF ABRUF. Damit ich es konsumieren kann, wenn ich Zeit dafür habe, es für richtig halte oder welche Beweggründe, jeder individuell hat. In dieser Zeit soll ein Inhaltsformat der heiße Scheiß werden/sein, dass mich an einen Ort zu einer festen Uhrzeit sein lässt. Darf es vielleicht noch ein QR-Code gratis sein?

Inhalte direkt für die Tonne

Es besteht gar kein Zweifel daran, dass ein Live-Event seine Daseinsberechtigung hat. Wenn es eben etwas zu berichten gibt. Ich meine wirklich zu berichten. Silvester-Feuerwerk ist zum Beispiel eine solche Veranstaltung, die nicht berichtenswert ist. Facebook rühmt sich damit, dass 47% mehr Live-Videos zum Jahreswechsel geteilt worden sind. Das ist gutes Marketing und Augenwischerei. Fotografen kennen das Silvester-Phänomen bereits. Sofern du nicht wirklich ein richtig gutes Bild geschossen hast, interessiert sich geschätzt Niemand für deine Fotos, geschweige denn für dein (Live-)Video. Hand auf's Herz: Wie oft hast du dir deine Videos nochmal angesehen, weil das Feuerwerk der Nachbarn so schön war? Pro-Tipp für Silvester 2018: Lasst das Telefon stecken und genießt die Zeit, sofern ihr nicht an einem außergewöhnlichen Ort seid. Ich habe exakt ein gutes Silvesterbild gesehen. Aber ich will euch sicherlich nicht das Fotografieren vermiesen.

Wo ist der Kontext geblieben?

Generell gilt die Frage für Unternehmen: Was ist das richtige Format für die Botschaft, die ich transportieren möchte? Ich verstehe, dass viele sich diese Frage nicht stellen und lieber live darüber abstimmen lassen, ob nun die rote oder grüne Tasse die Schönere ist.

Das Format Live wird für verschiedene Berufsgruppen wie z.B. Journalisten weiterhin bestand haben, die haben aber bereits in der Vergangenheit aktuelle Berichterstattung gemacht. Es schwingt hier die nicht gestellte Frage mit, ob etwas außergewöhnliches passiert ist. Etwas, was uns aus dem Alltag reißt. Ein Ereignis. Eine Live-Berichterstattung erfolgt aus dem Grund, dass gerade etwas passiert ist, was einen gemeinschaftlichen Informationswert hat, woran ein öffentliches Interesse besteht. Ich habe aber noch keinen Journalisten getroffen, der seine Berichterstattung abgebrochen hat, weil die Reichweite zu niedrig war. Was ich damit sagen will ist, dass der Fokus stärker aus dem Auslöser statt auf dem möglichen Ergebnis liegen sollte.

Ich habe übrigens mit einem Herzchen für die rote Tasse gestimmt.

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Einbecker Bockbier-Botschafter https://www.kaithrun.de/allgemeines/einbecker-bockbier-botschafter/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/allgemeines/einbecker-bockbier-botschafter/#comments Tue, 02 Jan 2018 13:06:40 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30863 Bier ist mein Lieblingsbier, ein häufig benutztes Zitat in meiner (Online-)Filterblase. Bier ist Philosophie, Wochenend-Elixier und manchmal Durstlöscher.

Im November war ich (über meinen Arbeitgeber) bei der Einbecker Brauerei eingeladen, um am Seminar des Einbecker Bockbier-Botschafters teilzunehmen. Immerhin wurde das Bockbier in Einbeck erfunden. 3 Tage gefüllt mit dem Thema Bier. Zu Beginn hatte ich die wildesten Vorstellungen, aber andere haben schon eine Woche Bierkönig überstanden - was sollte passieren. Ich war gespannt, denn ich würde mich nicht als Gourmet bezeichnen. Meine Kriterien sind eher: Schmeckt oder vielleicht mag’s der Hund.

Seminarleiter Hans Wächtler stellte sich vor und ich dachte insgeheim, so muss es Offlinern ergehen, wenn ich über meine Arbeit spreche. Hans ist Braumeister, hat danach Brauanlagen verkauft und seit 7 Jahren bildet er zum Biersommelier aus. Ein echter Bier-Nerd.

Helles, Export oder Pils?

Damit die Veranstaltung nicht ausufert, war sie mit einer kleinen Prüfung versehen. Jeder Teilnehmer sollte Helles, Export oder Pils voneinander unterscheiden oder zumindest eines rausschmecken. Am ersten Tag sitzt man da, schaut auf die drei Gläser und erkennt sich: Bier, Bier und Bier ¯\_(ツ)_/¯. Hans weiß, wie er die Leute bei der Stange hält. Ich hätte nicht geglaubt, dass zwischen Bier genießen und Bier trinken (kalt, schnell, viel) ein großer Unterschied liegt. Ich sollte mich irren.

Basis: riechen, schmecken, fühlen

Zu Beginn des Seminars machten 12 Aroma-Proben die Runde. Jeder sollte seine Eindrücke niederschreiben, was er soeben gerochen hat. Eine gute Übung, denn was man nicht kennt, kann man später schlecht erkennen.

Wir bekamen die Werkzeuge an die Hand, die wir die nächsten Tage brauchen würden. Einen Aroma-Baum zu Orientierung (von Hans entwickelt), der sich als sehr hilfreich erweisen sollte. Machen wir uns nicht vor, am Anfang schmeckt und riecht man die supergängigen Aromen raus, beim Rest ging das große Raten los. Ob nun Schwarzbrot, Kaffeenoten, Karamell oder Dürrfrüchte verordnete ich unter schmeckt nach irgendwas.

»Achtet darauf, wie das Bier auf der Zunge auftritt«, riet Hans. Darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht. Bisher war ich froh, wenn das Bier meinen Mundraum nur als Einbahnstrasse verstand. Aber dann stehen da drei Biere vor dir, eines ist spritzig, eines weniger spritzig und die dritte Sorte ist der Kohlensäure aus dem Weg gegangen. Diese Erkenntnis und jene, wie sich Getränke im Mund verhalten, wenn sie auf der Zunge liegen, waren ebenfalls Teil des Seminars. Der Abgang darf nicht unvergessen bleiben, denn gerade jener, ist es für mich, der durchaus darüber entscheidet, ob ich ein Bier erneut trinken möchte oder eine andere Wahl treffe.

Bausteine der Verkostung

Hans Wächtler hat ein System mitgebracht, wie man sich so einem Bier nähern kann. Es geht um die Farbe, Konsistenz des Schaums, den Geruch der Aromen, den Antrunk, Mitteltrunk, Abgang. Ich kann euch sagen, nach 3 Tagen war ich in der Lage zumindest vage einen Essenvorschlag zum Bier zu machen. Dazu aber später mehr.

Party-Trick inklusive

Bei der Geschmackserkennung gibt es die retronasale Aromawahrnehmung, also was wir riechen, wenn wir ausatmen. Da gibt’s einen Kirmis-Trick: Shotglas mit Wasser und Zimt drauf. Das Glas gibt ihr dem Vorkoster, der sich gleichzeitig die Nase zuhält. Er darf es ruhig im Mund behalten. Es schmeckt nach nichts, bis man die Nase öffnet und einem der Zimt durch den Kopf rauscht. Zimt wird gerochen. Eine einfache aber lehrreiche Lektion.

5 Gänge & Ainpöckisch Bier

Hans Wächtler hat sich als Programm-Highlight ein 5-Gang-Menü mit der Einbecker Brauerei und dem Koch des Einbecker Brothaus entwickelt. Zu allen Gängen gab es Einbecker 1378 Ainpökisch Bier. Was wie eine Bierflatrate klingt, war eine echter Überraschung. Der Aperetif wurde eiskalt im Sektglas serviert und dem Bier war ein Teelöffel Hollunder begegeben worden. Superlecker.

Einbecker Bockbier Aperitif

Die Kreationen zogen sich von Gang zu Gang, leider stieg auch die Temperatur mit jedem Gang. Zur Vorspeise kam es im Weinglas, ebenfalls mit Hollunder allerdings war die Temperatur bei 8-12°C. Der dritte Gang war Bier wie man es kennt und beim vierten Gang (circa 20°C) war ich allerdings raus. Warmes Bier ist einfach nichts für mich.

Der Digistif war eine Überraschung. Eisbock. Bockbier wird für 24 Stunden durchgefrohen und dann wieder aufgetaut. Die Eiskristalle des Wasser brauchen etwas länger, daher tropft dann unten eine Flüssigkeit heraus, die etwa 20-30% Alkohol haben. Der klassische Absacker mit Unterhaltungsfaktor.

Einbecker Eisbock

Die eigene Biervorstellung

Neben dem Unterhaltungsfaktor sollte ein Wissenstransfer stattfinden. Jeder Teilnehmer hatte am dritten Tag die Aufgabe ein Bier seiner Wahl vorzustellen. Die Vorstellung sollte 5 Minuten dauern. Am ersten Tag sieht die Biervorstellung etwa so aus: Das ist Bier. Schmeckt. Danke für euer Aufmerksamkeit.

Vorstellung Härke Amber Ale

Ich habe mich für das Härke Amber Ale entschieden, ein Bier, was nicht nach Pils schmeckt. Die Härke Braumanufaktur wurde von der Einbecker Brauhaus AG im Jahre 2013 übernommen. Das Amber Ale wurde zum 125jährigen Jubiläum aufgelegt.
Der Name des Bieres verrät seine Farbe, da amber das englische Wort für Bernstein ist. Die Farbe ist sehr klar und leuchtet schön im Tages/Sonnenlicht. Der Geschmack des Härke Amber Ale ist fruchtig im Geschmack. Ich muss aber gestehen, dass ich den Cascade-Hopfen ohnehin irgendwie mag. Generell ist das Amber Ale spritzig unterwegs, weswegen meine Essenempfehlung auch ausgefallen ist. Ich würde es als Aperitif im Sommer servieren, vielleicht auch ohne zu sagen, dass es sich hier um ein Bier handelt.

4 Jahrgänge Winterbock

Bei Bockbier-Trinkern hat es sich rumgesprochen, den Maibock kauft man im Mai und lässt ihn bis Weihnachten stehen. Er schmeckt dann angeblich besser, außerdem hat man die Geschichte, dass das Bier 6 Monate reifen musste. Aber 4 Jahre alter Einbecker Winterbock? Ich muss sagen, Winterbock ist nicht so meins, jedoch ich war sehr gespannt. Lange Rede kurz: Er schmeckt von Jahr zu Jahr mehr nach Cherry. Der 2014er Einbecker Winterbock schmeckt fast wie Cherry. Ich mag zwar keinen Cherry, aber den Effekt über die Jahre festzustellen, ist bemerkenswert. Das Bier bitte kühl und dunkel lagern, solltet ihr den Selbstversuch machen wollen.

Fazit

Das Seminar mit Hans Wächtler war großartig. Er ist ein absoluter Bierprofi und kann sein Wissen spielerisch, abstrakt und plastisch vermitteln. Er versteht es, wann man auch mal 5 gerade sein lassen muss. Ich selbst habe Bier aus einer neuen Perspektive kennengelernt und bin etwas hängengeblieben. Ich kaufe seitdem vorwiegend Biere, die ich noch nie getrunken habe. Dank einem Bier-Adventskalender, den ich zum Geburtstag bekam, hatte ich 48 verschiedene Biersorten zuhause stehen. Ich bin noch dabei mich nach und nach durchprobieren.

Für jemanden, bei dem die kulinarische Reise bei TK-Pizza vor Jahren endete, ist ein solches Seminar eine Offenbarung. Ich frage mich schon ein wenig, was ich all die Jahre wohl verpasst habe - also nicht nur beim Bier.

Einbecker 1378

Einbecker 1378 - mit und ohne Eiweisablagerungen

Ach! Übrigens: Solltet ihr euch ein Einbecker 1378 gönnen, bitte, bitte, bitte - schüttelt nicht die Flasche und lasst die Eiweisablagerungen in der Flasche. Es schmeckt einfach besser, auch wenn eventuell etwas anderes auf der Flasche steht 😉

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KLM lässt Passagiere zu Weihnachten per real-time Übersetzung miteinander sprechen https://www.kaithrun.de/fundstuecke/klm-real-time-uebersetzer-weihnachten/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/fundstuecke/klm-real-time-uebersetzer-weihnachten/#respond Sun, 31 Dec 2017 11:26:57 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30864 Die Fluglinie KLM war hier im Blog schon einige Mal Thema. In diesem Jahr hat sie zusammen mit DBB Tribal eine schöne Idee umgesetzt. Ich finde den Gedanken ganz wunderbar, dass man sich endlich mit den Leuten am Flughafen unterhalten kann. Es gibt dafür vermutlich keine besseres Jahreszeit als kurz vor Weihnachten, wo viele sich auf den Weg zu den Familien machen.

KLM setzt seit Jahren auf die zwischenmenschliche Beziehung. Dies haben Sie in der Vergangenheit schon häufiger gezeigt, immerhin ist die Idee von KLM Meet & Seat bereits von 2012.

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Geschafft: 90 Tage Sport am Stück https://www.kaithrun.de/persoenlich/geschafft-90-tage-sport-am-stueck/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/persoenlich/geschafft-90-tage-sport-am-stueck/#comments Tue, 26 Sep 2017 13:57:32 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30845 In stillen Momenten habe ich nicht ganz helle Ideen, wie zum Beispiel eine Sport-Challenge. Nur mit mir selbst. Ziel war es 90 Tage lang jeden Tag Sport zu machen. Einfluss auf meine Nahrung wollte ich aber nicht nehmen.

Vorgeschichte

Es gibt zu dieser Geschichte nicht mehr zu sagen. Ich war wieder etwas sportlich aktiver und hatte mir einen neuen Trainingsplan von runstastic results erstellen lassen. Der Plan geht 12 Wochen und ist kostenpflichtig (Gold-Mitgliedschaft). Ich hatte mich für runstastic results entschieden, da ich Freeletics bereits zweimal abgebrochen habe. Ich finde die Übungen bei Freeletics nicht so ansprechend und das Programm teilweise zu intensiv, dass es mir keinen Spaß macht.

Da der Trainingsplan anfangs recht überschaubar war, lief ich nach dem Training noch 5,5km. So kam mir recht schnell die Idee, dass ich jeden Tag Sport machen könnte. 12 Wochenlang - 90 Tage, bis der Plan eben ausgelaufen. Es macht aus rein sportlicher Sicht keinen Sinn, denn jeder weiß: Never skip rest day! Manchmal muss man aber auch unvernünftige Dinge tun und so begann ich die Geschichte in meiner Instagram Story zu dokumentieren.

Die ersten Tage und Wochen

In den ersten Tagen machte ich einfach Sport. 5x die Woche runtastic results, 2-3x laufen und 2x die Woche Fußballtraining. Die Wette mit mir selbst, war ja, Sport zu machen und nicht sich täglich komplett zu verausgaben. Die Euphorie war riesig, denn ich hatte richtig Lust. Ich muss aber auch gestehen, ich habe nicht wirklich daran gedacht, dass ich es durchziehe. Insgeheim war mir klar, nach etwa 2,5 Wochen werfe ich hin.

Irgendwie habe ich mich durch diese Phase gemogelt und war überrascht. Es machte nicht immer Spaß und in den ersten 30 Tagen gab es auch kritische Stimmen. Ich solle es nicht übertreiben, mich mal wieder einkriegen oder wem ich denn was beweisen wolle. Ich nahm die Kritik als weitere Motivation und zog es weiter durch.

In den ersten 30 Tagen lief es gut, aber ich war häufig müde. Der Stress auf den Körper waren nicht ohne. Es zeigten sich auch die ersten Resultate. Muskeln wachsen bekanntlich schneller als Fett abgebaut wird, ergo ging ich erst einmal auseinander.

Neue Grenzen definieren

Es war etwas ernüchternd, als das Fett langsam verschwand. Ich mein, man wird dann einfach dünner. Die Kleidung beginnt nicht mehr zu sitzen. Die meisten Poloshirts konnte ich in der Zeit an Tag 40-50 aussortieren. Sie waren zu kurz geworden.

In dieser Zeit verschob sich meine Schmerzengrenze komplett. Es war an Tag 38, wo ich gegen 23:20 Uhr das Training begann und kurz nach Mitternacht beendete. Es klingt etwas krank, aber aufgeben war einfach keine Option mehr. Ich war erst so spät von einer After Work Party in einem unserer Häuser gekommen. Dies verschob meine eigene Komfortzone komplett, denn wenn ich um die Uhrzeit noch den Hintern hochbekomme, was sollte mich noch aufhalten? Ich kann es euch sagen: Das Sommerfest.

Der Tag nach dem Sommerfest hatte ich noch eine gewisse Menge an Rest-Gin in mir. Das letzte Glas muss schlecht gewesen. Der runtastic results Plan sah je 100 Jumping Jacks für 4 Runden vor. Ich habe gedacht, das schaffst Du niemals. Ich kann nicht mal mehr sagen, wieso ich es dennoch probiert habe. Ich bin überrascht, wozu der menschliche Körper in völlig desolatem Zustand in der Lage ist. Eine tolle Erfahrung, weit über seine Grenzen zu gehen.

Das große Finale rückt näher

Das große Ende dieser Challenge sollte der Halbmarathon im Disneyland Paris werden. Ich hatte mich dazu etwa nach 2 Wochen der Challenge angemeldet und konnte es kaum fassen, dass Tag 90 und der Lauf auf einen Tag fallen. Es bedeutete für mich aber auch, neben dem Krafttraining mehr Läufe zu absolvieren. Die längeren Läufe (alles über 10km) brauchen aber Zeit und so begann ich mir eine Runde zu suchen, die länger war. Eine Runde über die umliegenden Orte hier. Dabei musste ich auch einen Lauf über 22,5km bei Kilometer 20 abbrechen. Es war am 28.07. und es waren 26°C bei Sonnenschein. Ich wäre gern den Rest nach Hause gegangen, aber ich hatte mich völlig verausgabt. Ich habe auf dem Bürgersteig gesessen und mich einsammeln lassen. Bemerkenswert für mich war, dass ich dies gar nicht als Niederlage einsortierte, sondern völlig klar war, dass ich es beim nächsten Mal Schaffe.

Ich verkürzte die Strecke um ein Dorf und lief vier Wochen später die Strecke von 17km durch. Ich beschloss, dass ich mich auf die Strecke konzentrieren würde und lief sie erneut in umgekehrter Richtung. Was für eine Idee, denn es kostete mich mentale Arbeit, nicht umzudrehen oder aufzugeben. Die Pace fiel dabei das erste Mal unter 6 Minuten (yeah!).

Gleichzeitig intensivierte sich der Trainingsplan in dieser Zeit von Woche zu Woche. Die Sache ist, die Übungen zeigen eben auch ihre Wirkung. Ich kann euch sagen, wenn ihr das erste Mal eure seitlichen Bauchmuskeln entdeckt: Freude, große Freude!

la grande finale

Am 24. September war es dann soweit. La grande finale im Disneyland Paris. Ich bin in der Woche davor nochmal etwas gelaufen und habe die beiden Tage davor nur leichtes Training absolviert (20 Minuten Oberkörper). Ich war den Samstag nicht sicher, ob ich die Strecke schaffe. Ich fühlte mich nicht ausreichend vorbereitet. Außerdem war ich den ganzen Tag im Park unterwegs und etwas platt. Kürzen wird es: Ich bin mit 1:58:00 eine neue Bestzeit gelaufen und es war ein großartiges Erlebnis! Ich plane im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Ich habe alles über den Lauf, in einem eigenen Artikel festgehalten.

Veränderungen

Was hat sich in 90 Tagen getan, ist die Frage aller Fragen. Vieles. Ich bin nicht nur etwas schlanker geworden und sehe halbwegs sportlich aus. Die Grenzen meiner Komfortzone sind völlig neu definiert. Mein Auftreten hat sich verändert, die eigene Wahrnehmung ist anders. Ich fühle mich wohler und erfreue mich einer gewissen Körperhaltung. In meinem Kopf spielt sich »Unstoppable« aus unreal Tournament ab.

Im Kopf hat sich viele verschoben und muss neu sortiert werden. Ich bin beim Lauf an meine Grenzen gekommen. Ich habe irgendwann aufgehört Übungen abzubrechen, egal wie lange es gedauert hat. Wenn im Plan 5x 20 Burpees stehen, dann mache ich die, auch wenn es gefühlt eine Ewigkeit dauert. Ich habe gelernt, mich besser zu fokussieren. Ich bin aber auch gelassener geworden und muss mich weniger messen. Die Besinnung auf die eigenen Stärken und das Vertrauen in das eigenen Können, lassen einen scheinbar entspannt zurück.

Die Kunst liegt nicht darin, fit zu werden oder abzunehmen. Die Kunst wird es sein, dass Erreichte auch zu erhalten. Ich denke, das wird doppelt schwer. Immerhin habe ich mich die letzten 3 Monate von Döner, Pizza und Currywurst ernährt. Ich denke laut darüber nach, dies zu ändern – auf den Schock erst mal einen Burger! .
Abschließend möchte ich sagen, ich freue mich sehr darüber, dass ich Menschen inspiriert habe. Ich drück euch die Daumen und wenn es mal nicht so läuft, schaut in meiner Instagram Story vorbei... 😉

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MagicRun Weekend: Halbmarathon im Disneyland Paris https://www.kaithrun.de/persoenlich/magicrun-weekend-halbmarathon-im-disneyland-paris/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/persoenlich/magicrun-weekend-halbmarathon-im-disneyland-paris/#comments Mon, 25 Sep 2017 10:14:49 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30824 Als ich mich vor gut 10 Wochen zum Halbmarathon im Disneyland Paris anmeldete, war das aus einer Laune heraus. Wer mich kennt, weiß, es gibt vermutlich keine bessere Konstellation. Wie tief meine Bindung zum Disneyland Paris allerdings sitzt, war mir selbst nicht bewusst.

Ich machte mich also am Freitag auf den Weg nach Paris und hatte noch ein paar Hürden zu nehmen. Mein Mailfach klemmte und spuckte mein Disneyland-Ticket nicht aus, die Rezeptionistin sprach kein Englisch und ich (je ne parle pas françias) verstehe kein fränzösisch. Google Translate sei dank, schaffte ich es, meinen Samstag zu retten. Ich konnte das Ticket im Hotel drucken.

Ich musste Samstag zum Park, um meine Startnummer und meinen Parkgutschein abzuholen. Kaum angekommen, kann ich es nicht besser beschreiben als feeling pumped. Es schoss so viel Adrenalin und andere Stoffe durch den Körper, ich hatte 1,5 Stunden Gänsehaut (WTF?)! Es war ein Wiedersehen nach 7 Jahren. Es gibt wohl für mich kaum einen geeigneteren Ort zum Laufen. Nachdem ich meine Startnummer und Unterlagen zum Auto brachte, verbrachte ich noch einen herrlichen Tag im Park und den Studios.

Der Renn-Sonntag


Startzeit: 7:00 Uhr. Es wurde gebeten bis 6:30 Uhr sich einzufinden, was für mich bedeutete, ich stehe 5:20 Uhr auf. 30 Minuten Anfahrt, 15 Minuten vom Parkplatz bis zur Startzone und etwas Puffer. Natürlich wachte ich schon um 4:30 auf, weil ich das Team #MehrvomTag unterstütze. Ich bin dann um 5:20 losgefahren, um erst einmal in einer Vollsperrung auf der A4 zu enden. Ich habe kurzzeitig gedacht, jetzt verpasst Du den Lauf, weil Du 10km vorm Start im Stau stehst. Dank einer Raststätte und Navi schaffte ich es aber pünktlich. Es war mir fast zu viel Aufregung am frühen Morgen.

Die Startzone war in 3 Kategorien eingeteilt, die sich aus der vorher angegebenen Zeit ergibt, die man erwartet zu laufen. Ich hatte geschätzt, dass ich 2:05:00 laufen würde. Was ich nicht wusste, aber total logisch ist: Es geht beim DisneyRun nicht um die Zeit. Es geht um den Spaß. Die langsamste Gruppe bestand gefühlt aus 75% Cinderellas, Tinkerbells, Peter Pans, Piraten - von Tütü bis komplettes Kostüm war alles dabei. Auf der Bühne wurde den über 6.700 Läufern auf 41 Nationen eingeheizt. Sonnenaufgang inklusive.

Der Start erfolgt pulkweise und nachdem ich in der Gruppe für schnellere Läufer stand, wartete ich 30 Minuten, bis es gegen 7:30 Uhr endlich losging. Es hämmerte noch ein »ARE YOU REEAAAADDDYYYY????« aus den Boxen für Großveranstaltungen bevor ich mich auf den Weg durchs Disneyland machen sollte.

Der Lauf

Was soll ich sagen? Die ersten 7km waren überwältigend. Man muss sich vorstellen, es ist 7:30 Uhr in der Früh und die Wald Disney Studios als auch der Disneyland Paris Park sind in Betrieb. Das volle Programm: Licht, Musik in Konzertbeschallung, fahrende Fahrgeschäfte und Mitarbeiter des Parks an allen Attraktionen, die einen anfeuerten!

Der Weg führte über den Vorplatz hinter die Studios, um dann durch rückwärtig durch Studio 1 zu laufen. Es ging weiter durch die Tramtour über Versorgungswege in den Park, um durch Adventureland zu laufen. Angekommen in der Mainstreet USA stand dort Mickey, um Fotos mit den Läufern zu machen. Es standen dort bereits etwa 100 Leute in der Schlange. Richtig gut!

Ich habe kurz überlegt, habe dann aber beschlossen, die Strecke durchzuziehen, auch um einen gebührenden Abschluss für meine 90-Tage-Challenge zu finden (Artikel dazu folgt). Inzwischen war ich auch schon seit KM1 mit einer Dame unterwegs. Sie gab eine Pace von etwa 5:40 vor, was bedeutete, sie wolle unter zwei Stunden bleiben. Ich hatte mir dieses Ziel auch irgendwann mal während meine Challenge gesetzt, dann aber wieder verworfen, weil ich nicht fürs Laufen trainiert hatte. Egal, Damen können ja durchaus eine Motivation sein.

Dieser Antrieb zahlte sich aus als wir im Außenbereich, um die Parnterhotels von Disney liefen. Es ging kilometerweit bergauf, nicht viel, aber so, dass es beim Laufen nervt. Wir zogen uns gegenseitig und lagen weiterhin bei 5:30-5:40 (KM10-15). Ich hatte auf dem Plan vorher gesehen, dass die Spitzkehre bei km 14 den Rückweg bedeutete.

Ab KM16 ging es dann durch das Areal der Disney Hotels. Ins Sante Fee rein, komplett durch die Western-Stadt, an verwirrt schauenden Hotelgästen und von hinten durchs Hotel Cheynne am Hotel New York vorbei (KM18), und vor Disney’s New Port Bay Club rum. Die dortigen Brücken haben mich dann gerissen. Ich musste leisen und langsamen Abschied von meiner Laufbekanntschaft machen. Keine Siegerparty, keine Champagnerdusche...

Die letzten Kilometer gingen dann zurück durch das Disney Village über den großen Vorplatz Richtung Disneyland Hotel, um dann davor zu den Walt Disney Studios abzubiegen. Auf dem Vorplatz war es langsam voll, denn es war inzwischen 9 Uhr und die Besucher strömten in den Park. Die zwei Kilometer gingen nochmal durch die Hollywood Tour, um dann über den Markplatz des Moteurs... Action! Stunt Show Spectacular zu laufen. Von unten sieht das Ganze noch beeindruckender aus.

Zielgrade durch die Studios. Ich mobilisierte noch mal alle Kräfte, um vom Aerosmith Coaster bis Stich Live (Zieleinlauf) ein paar Sekunden zu machen. Ich war fertig. Die Pace auf dem letzten Kilometer lag bei 6:34 und ich konnte im Ziel wirklich nichts mehr. Allerdings habe ich mein (sekundär) Ziel, den Halbmarathon unter 2 Stunden zu absolvieren, erreicht! 1:58:00 ist nicht nur eine wunderbare Zeit, sondern auch meine neue persönliche Bestzeit (4 Minuten schneller als bisher).

Fazit

Der Disneyland® Paris - Val d’Europe Half Marathon war mein erster Halbmarathon im Rahmen einer Veranstaltung. Er ist das perfekte Ende meiner 90-Tage Sport-Challenge. Es war ein echtes Spektakel und es steht fast außer Frage, ob ich ihn im kommenden Jahr wieder laufen werde. Ich nehme es mir zumindest vor und beabsichtige, alle 3 Läufe zu machen (5, 10 und 21km). Dann steht der Spaß im Vordergrund, so wie es im Disneyland sein soll.

Ich hatte riesigen Spaß. Danke allen Mitläufern, die diesen Lauf zu einer echten Geschichte gemacht haben.

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Influencer Marketing & Relation: Neu ist das alles nicht https://www.kaithrun.de/marketing-werbung/influencer-marketing-relation-bekannte-methoden/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/marketing-werbung/influencer-marketing-relation-bekannte-methoden/#respond Tue, 19 Sep 2017 12:29:15 +0000 https://www.kaithrun.de/?p=30818 Das Thema diesen Sommers im digitalen Marketingumfeld heißt Influencer und deren Vermarktung, Daseinsberechtigung und viel heiße Luft, die so ein Sommer (theoretisch) mit sich bringt. Influencer Marketing & Relation hat viele Facetten und wird mit einer interessanten Absurdität diskutiert. Neu ist das alles nicht.

Aber erst einmal der Reihe nach. Denn die Krux dieser Debatte ist darin bestellt, dass alle Beteiligten miteinander diskutieren, ohne ein Null-Level gefunden zu haben. Sicherlich sind die grundlegenden Mechaniken ähnlich, aber es ist eben ein Unterschied, ob ich Millionen mit Duschgel umsetze oder als Mittelständler 5 Blogger einlade. Was dabei gern missachtet wird, dass der Massenmarkt sich nicht um Relevanz schert - auch wenn Marketeer sich dies gern einreden.

Kennzeichnungspflicht

Fangen wir mit dem Klassiker an. Die Kennzeichnungspflicht ist eine nette Sache, wofür man sich einsetzen kann. Mir persönlich ist es vollkommen egal, da ich meine Aufgabe nicht darin sehe, deutsches Recht im Internet durchzusetzen. Ich befürworte eine Kennzeichnung und freue mich bei jeder rechtmäßigen Abmahnung.

Ich bin der Überzeugung und vollziehe es selbst, dass qualitative beworbene Inhalte gelesen und verteilt werden. Klar, kann man massenweise seine Follower bescheissen, aber einer jungen Zielgruppe dürfte dies gern gleichgültig sein. Deren Verständnis für Werbung ist eine andere und die Akzeptanz teilweise höher. Machen wir uns nichts vor, Branding gibt es seit den 60ern.

Auf der anderen Seite muss ich sagen, die Kennzeichnungspflicht im Print wird ja auch nicht immer gewährleistet. Es ist häufig eben nicht nachweisbar. Klar - das Verlagswesen und der Journalismus sind ehrbare Berufe, wer jedoch mal Anzeigen dort geschaltet hat, weiß um die Grauzonen für nicht gekennzeichnet Advertorials. Sie werden meist als verbale "Goodie" hinterher geworfen, dass man noch einen Artikel über Thema XY schreibt. Also tut doch bitte nicht so, als wäre die Kennzeichnungspflicht ein Problem, welches auf Instagram stattfinden würde. Das Thema ist alt, aber über das Schummeln hinter vorgehaltener Hand wird nicht laut gesprochen. Wer mag sich schon das Geschäft versauen lassen?

Marketeers: Performance vs Emotional

Modernes Marketing benötigt zwei Kernelemente: Mathematik und Psychologie. Runtergebrochen auf den Onlinebereich sind das Performance Marketeers und emotional Marketeers. Letztere versuchen eine emotionale Beziehung aufzubauen, deren Themen sind Kundenbeziehungen, Lifetime Customer Value und oder Markenbildung.

Spaß beiseite. Beide Charaktere sind nötig und die Wahrheit liegt sicherlich in der Mitte. Ich kann aber nicht beide Parteien in eine Diskussion stecken, denn während Performance Markteer von Influencer Marketing sprechen, denken emotional Marketeers an Influencer Relations und sprechen irgendwie in einer großen Schnittmenge über die selbe Sache.

Performance-Leute würde ich eher im Vertrieb ansiedeln. Denen sind zwar Markenbindung auch wichtig, aber in sind es Zahlendreher und Excel-Junkies. Versteht mich nicht falsch, die Kollegen braucht es. Es geht ihnen darum, die CTR ums Verrecken in die Höhe zu treiben und den maximalen CPO zu erreichen.

Es macht dennoch keinen Sinn, wenn diese beiden Gruppen sich beim Thema Influencer nur von ihrem Standpunkt aus unterhalten. Wie eingangs schon erwähnt, ein Produkt richtig zum Schwingen zu bringen, schaffen sicherlich nur die großen Fische. Wenn überhaupt.

Bibi, Dagi und Co: Was die machen hat keine Qualität!

Jap. Das mag stimmen. Mich interessiert es auch nicht, wenngleich es für Teenager vielleicht wichtig ist, welche Cremes und Döschen es gibt. Gleichzeitig gibt es ein ganzes Genre dafür: Haul-Videos. Ich habe dazu keinen Bezug, aber für mich es ist einfach ein Unboxing-Video für Fashion und Kosmetik. Oder was ist daran interessant ein Smartphone aus einer Box zu nehmen und zu sagen: Hier sind noch Kabel dabei und ein Ladegerät? Der Techie interessiert sich eben für das Stück Technik.

Aber ich schweife ab. Was ich sagen will, ist: Wir leben nicht ein einer Welt, in der es ausschließlich um Relevanz geht. Es ist eine Marketing-Utopie. Meine Lieblingsaussage in dem Zusammenhang ist: Du musst irgendwem einen Mehrwert bieten. Ne - muss ich nicht.

Lasst mich diese Utopie von zwei Seiten beleuchten. Zum Einen hat es bis ins Jahre 2017 gedauert, bis das Thema »Storymodus« aufkam. Storymodus wird der heiße Scheiß im kommenden Winter - ich wette darauf. Wer den Blick in die Vergangenheit wirft, wird merken, dass dies von Bloggern und Influencern seit Jahren betrieben wird. Wer nämlich zu spät ein oder an einer falschen Stelle in die Story einsteigt, versteht es nicht und bekommt möglicherweise keinen Zugang. Stell dir vor, die erste Folge Game of Thrones wäre Red Wedding, oder Narcos S02E04, oder du beginnst in Staffel 4 mit Breaking Bad. Yo Mr. White wird dauern, bis man es versteht. Oder I drink and I know things that's what I do - es bleibt eine Bindung zwischen dem Empfänger und dem Sender auf der Strecke.

Nimm mal deine Marketing-Brille ab, leg sich kurz zur Seite und entspann dich. Dann denk bitte an deinen besten Freund oder beste Freundin. Versuche dir ihre/seine schlechten Eigenschaften vorzustellen und dann stell dir die Frage, wieso ihr befreundet seid? Vielleicht fallen dir dann die ganzen Geschichten ein, die ihr miteinander erlebt habt und ... oh wait - der private Storymodus. Verrückt. Vielleicht interagieren einfach zwei Menschen miteinander und darüber bildet sich über Sympathie Vertrauen. Du hast also eine tief emotionale Verbindung mit einem Menschen, der nicht perfekt ist, dessen Makel Du aber ihm verzeihst? Wieso sollte das nicht für Marken und Persönlichkeiten funktionieren?

Ich spule an dieser Stelle gern noch ein Stück weiter in den Basics zurück. Menschen organisieren sich immer in ihren Interessensgruppen. Diese Bindung geht aber noch tiefer, denn wir sind evolutionär dazu gemacht, in einem fremden Umfeld nach bekannten Dingen zu suchen. Es ist ein natürliches Verhalten, dass ich mit einem Mitmenschen erst einmal besser verstehe, wenn er z.B. in einer ähnlichen Gegend als Kind aufgewachsen ist. Diese These gilt es zu überprüfen, steht aber grundsätzlich unausgesprochen im Raum. Ihr kennt das, wenn man (nicht doofe) Touristen im Urlaub trifft. Oder einen neuen Kollegen auf der Arbeit habt, der den selben Randgruppen-Sport betreibt, wie ihr. Man versteht sich erst einmal, bis die Ansichten auseinandergehen.

Massenmedien-Bullshit

Werfen wir nochmal »die Videos haben keinen Sinn / Relevanz / Mehrwert« in den Ring. Die Frage, die man sich stellen kann, ist: Muss sie das? Bevor jetzt ein spontanes Marketing-Ja über die Lippen rutscht, kann ich dir sagen: Nein, muss es nicht. Wie Du oben gelesen hast, verhält sich das mit dem Storymodus etwas anders. Die Bindung, die dort aufgebaut wird, ist viel verstrikter als 0 und 1.
Wenn die Welt so ticken würde, wie du den Messgrad an Influencer anlegst, wieso gibt es dann Dinge wie RTL2, Scripted-Reality-Serien, die BILD oder Focus Online? Wieso sind Fake News die meistgeteilten Dinge auf Facebook? Schau dich einfach um, du bist umzingelt von unnötigen Dingen.

Die Bezahlung

Eins meiner Lieblingsthemen ist die Bezahlung. Es steht jedem frei, darüber zu diskutieren, was ein einzelner Instagram-Post wert ist. Oder was ein Youtube-Video kosten darf. Der Blick in die alte Welt verrät, dass 30 Sekunden beim Superbowl 5 Millionen Euro kosten.

Infografik: Die teuerste Werbebühne der Welt | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Apropos alte Welt. Wie argumentieren denn PRler, dass B- und C-Promis, also mittelbekannte deutsche Schauspieler, für den Besuch einer Party Geld bekommen? Es ist einige Jahre her, aber so ein C-Promi ist für den roten Teppich gern mal mit 10-20.000 Euro veranschlagt. Spricht halt niemand ausser der PR-Agentur und dem Management drüber, dass es so ist. Jetzt würde ich gern wissen, wieso sollte ich als Online-Persönlichkeit, die mehr Bewegung für die Marke mitbringen kann, auf das Geld verzichten? Auf eine Methode, die es ebenfalls seit Jahrzehnten gibt, nur nie den Weg in die breite Öffentlichkeit machte.

Unterm Strich

Die ganze Aufregung wäre im Keim erstickt, wenn man sich einfach hinsetzt und sich kurz fragt: Was will ich und kann mir dabei eine Online-Persönlichkeit dabei helfen und auf welchem Medium? Was ist mir diese Hilfe wert? Erreiche ich damit die Leute, die ich adressieren möchte? Passt es in meinen Marketing-Mix? Kann ich mir das leisten? Will ich vielleicht etwas zurück haben?

Bis dahin, kann man sicher in den Perlen des Influencer-Marketings Popcorn futtern. Sicherlich kann man das alles doof finden, aber irgendwer muss den Mist ja bestellt und eingetütet haben. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass wir es gewohnt sind, Markenbotschafter mit einer Ersttätigkeit (Schauspiel, Sport, Unterhaltung) zu verbinden?

Jeremy Paige

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100.000 Tweets später https://www.kaithrun.de/social-media/twitter/100-000-tweets-spaeter/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/social-media/twitter/100-000-tweets-spaeter/#comments Wed, 16 Aug 2017 12:13:05 +0000 https://kaithrun.de/?p=30814 Als ich im Juli 2008 mich bei Twitter anmeldete, hatte ich ein Jahr zuvor damit verbracht, einen gedanklichen Zugang zum Netzwerk zu erhalten. Mir wollte partout nicht einfallen, was ich mit dem Netzwerk anstellen sollte und worin der Sinn liegt, anderen mitzuteilen, was es zum Mittag gab.

Was in den letzten 9 Jahren folgte, ist nicht nur Geschichte, sondern eine Odyssee über die Hochs und Tiefs eines Netzwerkes. Twitter war zeitweise mein bestes Pferd im Stall. Ich habe Twitter sogar Google vorgezogen, wenn ich im Internet etwas gesucht habe. Im Zenit des Netzwerkes 2011/2012 konnte ich über Twitter schnellere und präzisere Antworten finden als es über den berühmten Suchschlitz der Fall gewesen ist.

Wenngleich Twitter schleichend an Relevanz verliert, habe ich dem Netzwerk viel zu verdanken. Ich durfte dort viele Menschen kennengelernt, mit denen ich teilweise nun seit Jahren Freundschaften führe. Gleichzeitig habe ich dank Twitter aber auch eine berufliche Kurve genommen, als ich 2009 meine Karriere als Web-Entwickler beendete. Mentoren wir Volker Remy (Gott hab ihn seelig) stärkten und schliffen meinen Blick für Marketing und Soziologie. Nicht zuletzt landete ich 2011 als Social Media Director bei GREY. Twitter sei dank. Im August 2011 sollte ich dann vom Pseudonym @derWebarchitekt auf @KaiThrun wechseln.

Der Kurznachrichtendienst hat mir aber nicht nur einige Jobs gebracht, sondern auch dafür gesorgt, dass mein erstes Summercamp von o2 Deutschland unterstützt wurde. Es war ein Tweet von @svhennig, der mich mit einer der damaligen Social Media-Akteure vernetzte. Zwei Telefonat später war klar, dass ich aus der Schnapsidee ein Barcamp auf dem Land zu veranstalten, nicht mehr herauskam. Was wirklich gut so gewesen ist.

Twitter hat mich aufs Reisen gebracht. Zugegeben ist Sven Hennig schuld, dass ich meine Vorliebe für die arabische Wüste entdeckte. Was mich inzwischen doch etwas mehr in ferne Länder getrieben hat und eine große Bereicherung in mein Leben brachte. Ich hoffe, ich darf noch viele solch unglaubliche Geschichten erleben wie in Paris.

Ganz wundervolle Geschichten aus aller Welt hervorgebracht, teile ich heute mit dem Gedanken an Twitter. Ich denke da gern an das Mädchen aus dem Gaza zurück, wenngleich der Anlass wirklich schrecklich ist. Oder die Urlaubsgestaltung 2013 in den Emiraten, wo ich einfach Locals nach Tipps fragen konnte. Oder als Rotation Curration der heiße Scheiß auf diesem Planeten gewesen ist.

Ja, Twitter und ich haben in den letzten Jahren einiges erlebt. Ich habe dort tolle Menschen kennenlernen dürfen und ich hoffe, das bleibt noch eine Weile so. Wer bei Twitter erst mal sein Netz gespannt hat, bleibt in der Regel auch dort. Es hat für Veranstaltungen und Ereignisse sicherlich noch seine Berechtigung, aber den Zenit inzwischen auch überschritten.

Ich weiß, dass einige Ex-Kollegen und Freunde einfach nur mitlesen, was ich für’n sinnfreien Quatsch absende. Einige Begleiter sind gegangen, wiederkommen oder unsere Netzwerke kreuzen sich in dem einen oder anderen Retweet. Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die mich auf dieser großen Reise begleiten.

Möge der Retweet mit euch sein.

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Till Reiners: Ich will reich sein https://www.kaithrun.de/fundstuecke/video/till-reiners-ich-will-reich-sein/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/fundstuecke/video/till-reiners-ich-will-reich-sein/#respond Sun, 26 Mar 2017 17:26:02 +0000 https://kaithrun.de/?p=30802 Kabarettist und Poetry Slammer Till Reiners bringt es in seinem Slam auf den Punkt. Es geht ums Thema »reich sein«, denn im Kapitalismus spielt Geld nun mal eine wesentliche Rolle. Und da ich ja mit Poetry Slams gute Erfahrungen gemacht habe, darf die Empfehlung von Casi nicht fehlen.

Was Till Reiners gut versteht, ist ein gewisser Wortwitz, der nicht nur in die vorhandenen Kerben reinschlängt, nein, Reiners bricht auch Denkmuster auf.

Gehüllt in filigraner Wortwahl schafft es Reiners über die ethischen Grenzen hinaus zu gehen, was ich für sehr gelungen halte. Er hält indirekt den gesellschaftlichen Spiegel vor, den wir sonst in aller Herzlichkeit mit Vater bei BWL-Justus auf Facebook belachen.

Einen spannenden Perspektivenwechsel macht Reiners zum Ende hin, wenn es um Neid oder Arroganz geht. Das geht nämlich gar nicht, wenn man nicht reich ist. Till Reiners möchte aber nicht nur reich sein, er möchte noch reicher sein. Aber das erzählt er in seinem Slam!

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Canon M5: kompakte Spaßfabrik für unterwegs [Anzeige] https://www.kaithrun.de/fotografie/canon-m5-kompakte-spassfabrik-fuer-unterwegs/?utm_source=subscriber&utm_medium=rss&utm_campaign=rss https://www.kaithrun.de/fotografie/canon-m5-kompakte-spassfabrik-fuer-unterwegs/#comments Sun, 15 Jan 2017 20:39:24 +0000 https://kaithrun.de/?p=30789 Es gibt einfach Anzeigenartikel, auf die freue ich mich schon vorher. Dieser ist so ein Artikel, denn ich fotografiere seit Jahren auf Canon. Daher musste man mich gar nicht überzeugen, ob ich die Canon M5 testen möchte.

Canon ist inzwischen viel mehr als nur ein Kamerahersteller, wenngleich die Kameras wohl am Prominentesten sind. Canon verfolgt mit der Überschrift »Do what you love« den Blick auf das Wesentliche. Ich würde es übersetzen mit, mach dir keine Sorgen um die Technik, konzentriere dich auf deine Arbeit. Was etwas wie eine romantische Marketingerklärung klingt, hat man in der M5 allerdings gut umgesetzt.

Fotografische Spaßfabrik für unterwegs

Ich nehme es vorweg. Die Canon M5 hat mich überzeugt. Ich muss gestehen, ich bin etwas voreingenommen gegenüber spiegellosen Kameras. Ich mein, da fehlt eben etwas. Der Spiegel. Das Klacken, wenn er schließt. Bei aller Romantik müssen wir aber auch alle mit der Zeit gehen. Ob nun als Blogger, YouTuber, Medienberater oder kleine Agentur am Rande der Stadt, die Anforderungen an ein Bild sind in den letzten Jahren immens gestiegen. Daher halte ich es für grundlegend notwendig, mindestens eine vernünftige Mittelklasse-Kamera wie die Canon M5 parat zu haben.

Was ich etwas schade finde, ist die Tatsache, dass die Canon M5 nur mit einem APS-C Sensor daherkommt. Dies aber nur als kleine Randnotiz. Wer sich darüber sorgt, ist ohnehin schon im professionellen Fotografiebereich unterwegs. Aber Hand aufs Herz: Alle Bilder in meiner Wohnung sind auf meinem APS-C Sensor geschossen worden. Daher ist es realistisch betrachtet, völlig in Ordnung. Wer im Medienumfeld arbeitet (was für mich alle Unternehmen sind, die eine Facebook-Seite betreiben), benötigt die Bilder meist ohnehin oft nur digital. Und da sollen die 6000x4000px ausreichend sein, um bei der Nachbearbeitung ein gutes bis vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Wie ihr vielleicht an den Bildern der Autostadt gesehen habt, funktioniert das ganz gut.

Ich hatte die M5 mit in Wolfsburg. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich meine 7D nicht eingesteckt habe. Der Gewichtsunterschied und die Größe machen doch schon einen immensen Unterschied. Dies ist kein Vergleich, aber die Canon M5 punktet durch ihre Kompaktheit und dem Gewicht. Die M5 kann ich einfach locker in die Jackentasche stecken, ohne das sie nervt und ich große Abstriche machen muss. Und der Faktor Mobilität ist sicherlich ein Punkt, wenn ich beruflich an verschiedenen Orten Bilder machen muss.

Kompatibilität

Die M5 verfügt über einen EF-M Anschluss. Dieser ist etwas kleiner als der EF Anschluss, den man von den EF-S Anschlüssen kennt kennt. Das Thema ist schnell abgefrühstückt, denn es gibt im Kit einen Adapter dafür. Es macht ein 70-200 optisch zwar noch absurder, aber wer bereits auf Canon fotografiert, der muss nicht gleich seine Objektive komplett tauschen. Ein wichtiger Punkt, wie ich finde.

Video in HD

Die Video-Funktion habe ich getestet, ist für mich aber kein großes Kriterium. Ich finde es daher nicht schlimm, dass die M5 keine 4K aufnehmen kann. Techniknerds hin oder her. Es bringt mir einfach wenig, wenn meine mittelmäßigen Videos hochauflösender sind. Der Inhalt wird dadurch nicht besser. Für mich gilt hier, wie für die Fotos auch, die große Frage, was ist mein Ziel. Für coole Aufnahmen für meine Social-Media-Auftritte, finde ich die M5 tatsächlich interessant. Ja, 4K wäre ein nettes Feature gewesen, aber braucht es das?

Bedienung

Wow, ein Rädchen-Overload. Ich muss mich erst daran gewöhnen, was relativ fix ging. Das Modus-Rad habe ich nur in manuellen Modus bewegt. Die Nutzung über das gut funktionieren Touch-Display ist nichts für mich. Ich bin der Typ, der durch den Sucher schaut. Die Bedienung des Suchers ist (Entschuldigung) fast idiotensicher. Ich sehe selbst im Sucher ein vorläufiges Ergebnis, wenn ich auf den Auslöser drücke. Sollte also irgendwas zwischen Verschlusszeit, Iso und Brennweite nicht stimmen, so bekomme ich dies nicht nur angezeigt, sondern live visualisiert. Es sollte zumindest dem Laien auffallen, dass wenn das Bild im Sucher dunkel ist, das Bild evtl dunkel beim Auslösen sein wird.

Fazit zur Canon M5

Die Canon M5 empfinde ich als eine unheimlich spannende Kamera. Sie ist klein, leicht und kompakt. Liefert ab wie eine DSLR, hat aber keinen Spiegel. Ich mag das Gehäuse und dessen Haptik. Den Touchscreen brauche ich nicht, er reagiert aber gut. Den Selfie-Modus, indem man das Display umklappt, ist heutzutage gar nicht so doof.

Die Kamera hat mir beim Testen wirklich Spaß gemacht. An den fehlenden Spiegel musste ich mich erst gewöhnen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Durch das verbaute WiFi und Bluethooth kann ich die Kamera irgendwohin hinstellen und auslösen. Viel wichtiger ist allerdings, ich kann die Bilder mir aufs Smartphone schieben, bearbeiten und ins Netz stellen oder meinen Beitrag fertig machen. Dies ist nicht neu und gehört sicher bei neuen Kameras zum Standard, sollte aber nicht ungenannt bleiben. Denn gerade auf Presseveranstaltungen, Bloggerevents oder dem Reisen mit leichtem Gepäck, ist es auch mal ganz schick ohne Rechner auszukommen.

Die Burgruine zu Nörten-Hardenberg

Die Canon M5 kann schon was. Das sollte sie auch, denn preislich ist sie mit etwa 1300 Euro nicht im Einsteigerbereich angesiedelt. Aufgrund des identischen Sensors und ähnlicher Preislage einer 80D, würde ich vermutlich zur M5 greifen. Ich finde es einfach unheimlich charmant, die Kamera mal schnell einzustecken, wenn mal eben Fotos gemacht werden müssen.

Sollte die Canon M5 also in deinen Kreis der potentiellen Arbeitsgeräte gehören, kann ich hier eine klare Empfehlung aussprechen. Sie hat mich qualitativ überzeugt und macht zudem noch Spaß. Was will man mehr?

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