Social Media, brauche ich das?

Über Social Media wird viel diskutiert, erklärt und definiert. Für die Unternehmen, die im 1.0 stecken, ist das durchaus ein Problem. Denn ohne individuelle Einschätzung eines Experten, steht man vor einem Haufen von Fragen. Der Mix aus Kundenbetreuung, Marketing und PR geht nicht jedem leicht von der Hand (muss er auch nicht). Eine der häufigsten Fragen ist: brauche ich das?

Kommt drauf an

Bei komplexen Vorgängen antwortet man eher pauschal. Kommt darauf an. Aber worauf kommt es an? Die Totschlagargumente, dass Unternehmen etwas verpassen, halte ich nicht nur für haltlos, sondern auch für höchst fragwürdig. Denn eine Pauschalisierung ist immer mit Vorsicht zu genießen. So kann man auch für Unternehmen jeglicher Größe kaum pauschale Aussagen machen. Kann man schon, viel Spaß bei der Auflistung der Ausnahmen 😉

Nehmen wir mein Lieblingsservice: Twitter. Die Frage ab einer gewissen Unternehmensgröße bei Twitter ist nicht, ob der Service mit etwas bringt oder nicht. Die Kernfrage muss lauten: „Will ich an dem dort stattfindenden Dialog teilnehmen?“ Ich habe nicht mehr die Möglichkeit die Konsumenten zu kontrollieren, die Zeiten sind langsam aber sicher vorbei. Wir kaufen nicht mehr, weil wir müssen sondern weil wir wollen.

Zurück zum Dialog auf Twitter. Es muss dem Unternehmen klar sein, dass ohne ihr Einverständnis auch gesprochen wird. Dies wird alle emotionalen Sparten abdecken. Ist meine Marke oder mein Unternehmen „kleiner“, sprich es wird über mich kein Dialog auf den Kanälen geführt, ist das eine Chance positiv den Markenausbau zu gestalten. Die Notwendigkeit ist jedoch geringer. Es gibt kein Allheilmittel. Als lokaler Bäcker ist es auch nicht zwingend „klug“ eine Flyerkampagne mit einem Versandhändler zu kreuzen. Das leuchtet vielen ein, da sich bestimmte Dinge im „klassischen Marketing“ bewährt haben und die Auswahlkriterien schneller zuzuordnen sind, da man auf weit gestreute Erfahrungswerte zurückgreifen kann.

Der Vorteil, welcher sich bietet, wenn über mich gesprochen wird, ist recht banal. Es ist ökonomischer einen Bestandskunden zu halten als einen neuen Kunden zu gewinnen. Hier erfolgt aber noch eine weitere psychologische signifikante Gegebenheit. Durch die emotionale Bindung des Kunden an meine Marke, festige ich die Kundentreue. Bei einer negativen Äußerung kann ich ihn zumindest in ein neutrales Verhältnis zurück bringen. Jedoch selbst als neutral gestimmter Kunde passiert ein interessanter und nachhaltiger Aspekt: Der Kunde wird zum Multiplikator meiner Marke. Er ist nun besänftigt und wird seine Ereignisse seinem Umfeld schildern. Auch ich habe dies bereits hier im Blog getan.

Es gibt sicherlich noch viele Möglichkeiten und Anwendungsbereiche als auch unterschiedliche Sichtweisen, was und wie man allein mit Twitter anfangen kann. Hinzu kommen Local Based Services, Facebook sowie „Randgruppen-Netzwerke“. Das Momentum, dass wir uns nach wie vor in einem starken Umbruch befinden, wird sicherlich noch viele interessante Herangehensweisen ans Tageslicht führen.

Social Media, brauch ich das? Kommt drauf an… 😉

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