Personal Branding: Das Verbreiten deiner Meinungshoheit schadet deiner Reputation

Was sich hinter dieser schönen Bullshit-Bingo Überschrift verbirgt, kann auf Dauer zu einem echten Problem werden. Denn der Grat zwischen Hilfe und Nerven ist schmal. Mir ist es in der Vergangenheit auch passiert, das ich meist unbewusst und aus dem Reflex heraus, mein Nutzungsverhalten als allgemeinen gängig angenommen habe.

Wer ist denn am Ende das Kamel?

1-Weg Nutzung

Diese Annahme ist natürlich völlig falsch. Es betrifft aber nicht nur das Nutzungsverhalten in den Netzwerken. Problematisch wird es, wenn es den fachlichen Weg verlässt. Selbstverständlich kann und muss man darüber diskutieren, wie und auf welchem Wege Dienste besonders effektiv eingesetzt werden können. Oftmals wird damit aber verwechselt, dass mir jemand sagen könnte, was ich zu tun oder zu lassen habe. Unabhängig davon das ein guter Rat (eben objektiv) bei jedem vermutlich herzlich willkommen ist, wird hier oft das Ziel verfehlt. Twitter als auch Blogs sind wohl die häufigsten Tatorte.

Die Masse machts

Das Problem ergibt sich nicht aus der Äußerung an sich, sondern in ihrer Häufigkeit. So fällt eure Äußerung vielleicht nicht sonderlich ins Gewicht, wenn man sie isoliert betrachtet. Wenn es allerdings der 70. dumme Kommentar innerhalb eines Monats ist, dann seit Ihr eventuell schon hart am trollen ohne es zu merken.

Privat oder geschäftlich?

Wenn Ihr der Meinung seid, bei jemandem stimmt etwas mit der Kommunikation nicht, dann macht es so wie im realen Leben. Nehmt denjenigen einfach zur Seite und teilt ihm eure Bedenken mit. Ihr könnt ihm eine DM schreiben oder eine E-Mail. Ihr solltet es vermeiden, anderen zu sagen, was sie zu tun haben (Das mag man schon offline nicht). Besonders auf Twitter geschieht es schnell, dass man in diese Bahn rutscht. Der feine Unterschied liegt daran, dass es bei Unternehmenskonten darum geht, besonders effektiv ein Ziel zu erreichen. Dies ist bei privaten Konten häufig nicht der Fall, deswegen ist es auch brotlose Kunst, dort mit großen Ratschlägen aufzufahren. Leben und leben lassen.

Auf den Prüfstand

Mir ist auch klar, dass die meisten jetzt sagen: „Ja schön Kai, passiert mir aber nicht“. Aber tröstet euch, den perfekten Kommunikatoren gibt es leider nicht. Natürlich sollte man diese Dinge wissen, aber in der täglichen Routine schleicht sich auch mal ein Schlendrian ein. Das ist nichts Schlimmes, nichtsdestotrotz sollte man sich hin und wieder selbst auf den Prüfstand stellen.

Mit der Frage »Was springt für mich dabei heraus?« können einige Unfälle vermieden werden. Dabei konzentriert sich die Frage nicht nur auf ein Eigennutzen, sondern welchen Nutzen zieht der Gesprächspartner aus der Information? Was bringt es also, wenn ich jemandem sage, dass mich seine Information nicht interessiert. Manchmal ist es besser, sich einen spitzen Kommentar zu verkneifen.

Oma wusste schon: »Irgendwann ist es nicht mehr lustig!«

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