Vodafone Rückblick: Was macht eigentlich meine Zeit?

Diese Frage stellte sich mir eben. Was macht eigentlich Vodafone?! Die roten Jungs mit der Zeit. Der letzte Fehltritt ist nun gute acht(!) Wochen her und somit genug Zeit um die Wunden zu lecken. Das Ausmaß lässt sich langsam aber sicher abzeichnen.
Ich habe für 7CarAd einen kleinen Artikel verfasst „Twitter: Die Goliath-Falle“, dass passt ganz gut in den Konsens. Für die Profis steht nichts spannendes drin, aber man kann den Artikel als gute Einleitung sehen. Bzw. man sieht, was passiert wenn man es „anders“ macht.

Aber drehen wir „unsere“ Zeit etwas zurück. So geschah es eben, dass Vodafone auf supermodern machte. Die Folgen waren für Vodafone als auch die Darsteller – nun, weniger grandios. Ute Hammelmann warf sogar komplett das Handtuch (ist Sie eigentlich nach wie vor abstinent? Ich habe das Thema nicht weiter verfolgt).
Herr Lobo muss sich damit zurechtfinden, dass er viele Leute nervt. Das ist nicht schlimm, er ist Marketingmensch und wird wissen, dass man es alles nicht recht machen kann. Bad News = good News könnte man meinen. Naja. Die einen sagen „Der Mann ist derart erfolgreich, dass er schon mit dem Bus fahren kann“ und andere frotzeln „Ich brauche keinen Iro, ich habe Fachwissen“. However, der Glanz ist jedenfalls offenbar verschwunden. Mir ist Herr Lobo vor und nach Vodafone ziemlich egal – kenne den guten Mann nicht.

Und Vodafone?

Vodafone. Nun. Manchmal bricht es mir das Herz, dass ich es nicht schaffe an dieser Stelle „vernünftiges“ zu bloggen. Wenn ich aber sehe, dass ich 2 Kommentare mehr habe wie eine Vodafone, kann ich mich nochmal zurücklehnen. Es ist ja meine Zeit. Ihr habt euch nicht verlesen. Vodafone hatte im September bisher satte elf Kommentare in Ihrem Blog. Nach der Millionen(?) schweren Kampagne würde ich jetzt nicht behaupten, ach den Blog kennt keiner. Der Blog hatte schon Postings mit mehr als 11 Kommentaren 😉

Insgesamt würde ich nach wie vor behaupten – der Schritt ging kräftig in die Hose. Die Reputation ist im Eimer, zumindest im Onlinesektor. Sicherlich kann man argumentieren, dass Vodafone einen „mutigen“ Schritt gegangen ist. Sicher. Aber ziemlich naiv. Und es ging nichts desto trotz in die Hose. Man pumpt nun noch exklusive Gewinnspiele hinterher. Ich wäre auch gern mal VIP in der Formel1 – keine Frage.
Ich denke man kann mit zwei Monaten Abstand ganz schön sehen, was so passiert, wenn man sich nicht auf eine head-to-head-communication einlässt. Eigentlich passiert nichts. Also „jetzt“ nicht mehr, in Zeiten wie diesen.

Keine weiteren Beiträge

Send this to a friend