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Wie mein Blog seit 14 Jahren Türen öffnet

Die Geschichte meines Blogs und mir ist eine Geschichte voller Schwierigkeiten. Die Zeitspannen kann ich inzwischen in Jahre fassen. Der Blog ist in dieser Woche 14 Jahre alt online, wenngleich einige Jahre hier nichts los war.

Diese Woche ist etwas geschehen, was mich an alte Zeiten erinnerte. Ich bekam aus dem Nichts eine E-Mail, mit einem Vorschlag zu einem Projekt. Diese Anfrage basierte auf einem Artikel hier im Blog. Und das ist nicht das erste Mal, dass mir das passiert – aber länger her, was es auffallend machte. Dieser Umstand lässt mich auf das Model „Blog“ erneut mit einem bekannten Blick schauen. Ich möchte dich an dem Schwank aus der Jugend des Blogs vor meinem inneren Auge teilhaben lassen.

Nachdem mein berufliches Vorhaben in München ein Ende nahm, suche ich etwas Neues, wo ich mich ausleben kann. Die aktuellen Trends der Social-Media-Plattformen bieten mir nichts, was ich für erstrebenswert erachte. Also schrieb ich mal wieder was in diesen Blog, irgendwie habe ich es all die Jahre nicht geschafft, mich davon zu trennen. Und ich denke, schreiben ist meine Basis, um etwas zu starten (wichtige Selbsterkenntnis).

Ich habe ihren Artikel gelesen

So fing ich an, einen längeren Text über Twitch zu schreiben, was für etwas Aufmerksamkeit sorgte. Es ging mir nicht um Aufmerksamkeit. Ich wollte einen Text, auf den ich immer wieder verlinken kann, da mein privates Umfeld immer die gleichen Fragen zu Twitch stellten. 2-3 Beiträge später klopft eine nicht vorhergesehene Möglichkeit an meine Tür. Nichts Großes und ich will es hier nicht nennen, weil spruchreif ist nichts – aber, das spielt eben keine Rolle. Denn dass die Möglichkeit besteht, aufgrund meiner Artikel, Beiträge, Kolumnen, Anleitungen, nenne es, wie du es willst, das ist nicht neu. Und das ist und war für mich der bemerkenswerte Teil, denn ich erachte dies nicht als selbstverständlich.

(unmoralische) Jobangebote

Ohne diesen Blog, hätte ich den Job im Phantasialand nie bekommen. Ich werde nicht vergessen, wie in meinem Postfach stand „Herr Thrun, ich bin … ich lese ihren Blog. Wir brauchen jemanden wie sie, wann können wir mal sprechen?“ – eine Möglichkeit, die ich nicht ablehnen konnte. Alles außer gewöhnlich heißt es dort nicht ohne Grund! Danke für diese Erfahrung und Zeit. Die Jobs davor habe ich ebenfalls aufgrund oder mit Mithilfe des Blogs bekommen. Wie sagte ich kürzlich in einem Vorstellungsgespräch: Ich war in dieser Zeit offenbar ein attraktiver Arbeitnehmer, der gern abgeworben wurde.

Zitate, Interviews und Vorträge

Gleichzeitig wurden in dieser Zeit Geschichten geschrieben, die für immer Teil von mir sein werden. Die berühmteste Geschichte ist das Engelmann-Viral. Wenn dein Name einmal durch den DPA-Verteiler geschoben wird, gibt das für jemanden ohne Reichweite, ganz neue Lebensumstände. Das war auch nicht immer so lustig, wie es klingen mag. Diskussionen mit Arbeitgebern über Urlaube, Reichweite und Egogerangel. Nicht jeder findet es so unterhaltsam, dass er/sie/divers nicht der angefragte Interviewpartner wird. Das ist dann die Schattenseite einer Personal-Brand. Eines muss man sich bewusst sein: Mit der Reichweite kommen die Neider. Und die sitzen manchmal direkt neben dir.

Auf viele neue Erinnerungen

Das Veröffentlichen auf diesem Blog hat mich an die verschiedensten Orte dieser Welt gebracht. Er hat mich an ungewöhnliche Orte gebracht: die Filmstudios von Rom, ein Rechenzentrum von 1&1, meine eigene Pizza im Vapiano backen und nicht zuletzt hatten wir drei legendäre Summercamps in Alfeld.

Ich danke allen Beteiligten für die Möglichkeiten und Erlebnisse, die sie mir eröffnet haben. Danke für die vielen Menschen, die ich kennenlernen durfte, denen ich etwas erklärte oder sie mir etwas erklärten. Für die vielen Türen, die ich öffnen durfte, um Dinge zu sehen und erleben, die nicht alltäglich sind.

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