Bloggen: 7 Punkte, die Du vor dem Veröffentlichen checken solltest

Wann auch immer ein Blogartikel veröffentlich wird, gibt es verschiedene Routinen, die ihr immer wieder durchlaufen solltet. Das kann man nicht immer einhalten, besonders wenn man einen „Newspost“ hat, wo Minuten darüber entscheiden, wer den Traffic bekommt.

Sollte diese Ausnahmesituation nicht bestehen, gibt es einige Punkte, die man vor dem Veröffentlichen beachten sollte. Es trägt einfach unheimlich zur Qualität des Textes bei und spart auch einiges an Nerven. Ich kenne das zu gut, wenn man noch 30 Minuten nach dem Veröffentlichen mit dem Verbessern von Flüchtigkeitsfehlern beschäftigt ist.

1. Hast Du Rechtschreibung und Grammatik geprüft?

Rechtschreibung als auch Grammatik sind wichtig. Häufige Rechtschreibfehler deuten darauf hin, dass ihr eure Texte schnell einpflegt. Das Problem dabei ist nicht ein Rechtschreibfehler (wirklich nicht), sondern dass bei häufigen Fehlern dem Leser eine geringe Wertschätzung suggeriert wird. Auf Dauer wird dieser euch den Rücken kehren.

Lautes Vorlesen des Textes schafft hier Abhilfe. Es ist müßig, aber tut es! Es erhöht auch die Textqualität, weil bei der Aussprache unrunde Satzteile bemerkbar werden.

2. Hast Du Deine Links geprüft?

Moderne Browser bringen eine Tücke mit sich: Es wird nicht immer das http:// mitkopiert. Das ist ein Fehler, der einem nicht sofort auffällt, daher solltet ihr beim lauten Vorlesen eures Textes gleichzeitig mit der Maus über die Links fahren. In der Statusleiste wird das Linkziel angezeigt.
Hast Du an die Crossverlinkung in bereits bestehende Artikel gedacht? Gibt es Artikel von anderen Bloggern, die Du evtl. verlinken könntest?

3. Richtige Bilder in angenehmer Dateigröße?

Ob die richtigen Bilder an der richtigen Position sind, sollte sich recht schnell feststellen lassen. Aber hat es auch die richtige Größe? Oder habt ihr ein 3MB Quell-JPG in euren Artikel eingebunden, was sich Zeile für Pixelzeile lädt? Plugins wie z.B. Optimus von Sergej Müller schaffen zwar gute Abhilfe, um die Dateigröße zu reduzieren, aber aus 3MB 300kb zu machen, wird selbst dann schwierig.

4. Haben Deine Bilder einen alternativen Text?

Der alternative Text (alt title) diente früher dazu, bei kaputten Bildern oder Textbrowsern anstelle eines Bildes etwas anzuzeigen. Er hilft aber nach wie vor dabei, wenn es um etwas mehr Suchmaschinenfreundlichkeit geht. Es ist kein Geheimnis mehr, dass semantische Datenangaben Pflicht sind. Daher sollte man bei seinen Bildern keine Ausnahme machen.

5. Wie sieht denn Dein Permalink aus?

Es gibt 2 Dinge, die man nicht versauen sollte: Die Überschrift und den Permalink. Der Permalink ist diese „selbstredende URL“ wie z.B. http://kaithrun.de/meinung/bloggerkodex-auf-der-anderen-seite-des-tisches/. Bei Permalinks gibt es 2 Fallen, die man irgendwie umschiffen sollte. Der Permalink wird beim ersten Ausfüllen der Überschrift erzeugt. Solltet Ihr die Überschrift ändern, werdet ihr also einen anderen Text in der URL haben. Abhilfe schafft hinterher nur eine Umleitung, wofür etwas an technischem Verständnis vorhanden sein muss. Wer nicht weiß, was er tut, sollte einen verhunzten Permalink nicht anfassen.

6. Und wie sieht Deine Überschrift aus?

Nachdem Du Deine Überschrift nachträglich geändert hast, hast Du auch an den Permalink gedacht. Prima. Ist Deine Überschrift frei von Tippfehlern? Es gibt ja nun wirklich nicht viel ärgerlicheres als beim automatisch ausgehenden Tweet zu bemerken, dass etwas in der Überschrift unrund ist.

7. Willst Du den Text wirklich so veröffentlichen?

Die abschließende Frage lautet immer: Soll der Text so raus? Soll der Text überhaupt raus? Wenn es ein Rant ist, ist es hilfreich, auf die eine oder andere Tonalität einen Blick zu werfen. Negative Beiträge bekommen zwar mehr Aufmerksamkeit, aber es ist auch die faulste Form davon. Gegen etwas zu sein, ist nicht die Kunst.

Vergiss nicht, wenn es raus ist, ist es raus. Es gibt kein zurück mehr, die Menschen interpretieren Deinen Text so, wie sie es wollen. Daher sollten Nuancen klar präzisiert sein, bevor das Thema in eine ganz falsche Richtung abdriftet.

Abschließend

Es gibt durchaus noch weitere Punkte, die man individuell zu prüfen hat. Ob die VG Wort-Marke drin ist, ob die automatischen Beiträge für die Netzwerke z.B. geplant worden sind.

Welche Punkte überprüft ihr in euren Blogs noch, bevor der Artikel online geht?

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