SONOS Play:Bar und Play:3 System im Langzeittest

Insgesamt 8 Wochen hatte ich Gelegenheit ein SONOS System bestehend aus: SONOS Playbar, 2 SONOS Play:3 sowie einer SONOS Bridge zu testen. Das System ist gut, sehr gut sogar – aber nicht perfekt.

Ich bin froh, dass ich das System nicht nach 2 Wochen wieder zurückschicken musste. So konnte ich einige Dinge ausmachen, die nach der ersten Begeisterung verflogen waren. Dieser Artikel widmet sich den Anwendungsmöglichkeiten einer solchen Anlage. Aufgrund der Länge gibt des Detailartikel für die SONOS Playbar und die SONOS Play:3 einzelnd.

Erste Begeisterung

Eines muss man SONOS lassen – die Playbar ist wirklich gelungen. Das Tonsignal, welches über das optische Kabel transportiert wird, wird einem butterweich ins Ohr gelegt. Die Feinheit des Tons habe ich so noch nicht erlebt. Man kann sogar was rascheln oder rauchige einer Stimme wahrnehmen. Wirklich super.

Die Sonos Playbar liefert einen wirklichen sehr klaren Ton und steigert das TV-Erlebnis somit deutlich

Komfort steigernd

Die Kombination aus mehreren Geräten macht das Streaming-Paket erst zu einem Erlebnis. Der Komfort seine Audiogeräte über ein Smartphone, Tablet oder Desktop-Rechner zu bedienen, ist schon nett. Musik anmachen, wenn man nach Hause kommt auf dem Weg zur Haustür, weil sich das Smartphone bereits im gemeinsamen WLan befindet. Oder andersherum – Musik ausmachen beim Rausgehen ohne nochmal irgendwohin zu gehen. Das ist etwas, woran man sich gewöhnen kann.

Bausteinsystem

SONOS baut mit der Bridge (einem kleinen Router) ein Streaming-Wlan auf. Das kleine Gerät sorgt für die ordnungsgemäße Versorgung aller Endabnehmer. Hierbei sollte man darauf achten, auf welchem Kanal das eigentliche WLan funkt. Bei auf dem selben Kanal ist nicht besonders förderlich.

Sonos Bridge: Ein kleiner Streaming-Dirigent, um die Geräte über WLan zu versorgen

Die Bridge ermöglicht es einem, dass das System die Muskeln spielen lassen kann. Es kann z.B. ein 2.1 Dolby erstellt werden. Die Play:3 als Sateliten, die Playbar als Hauptdarsteller. Der Sound ist prima, wenn auch man die Satelitenlautstärke von Hand besser nachjustiert. Allerdings die Tatsache, dass diese Sateliten je 299 Euro kosten, wirft die Frage auf: Würde ich mir das so ins Wohnzimmer stellen? Vermutlich nicht, zumindest nicht, wenn ich das Soundsystem fest im Wohnzimmer installieren möchte.

Ein Sonos ist einfach und schlicht gehalten

Lauter, leister, stumm – die typischen Elemente eines SONOS-Gerätes

Der Vorteil dieser Konstalltion ist, dass ich sie jederzeit wieder auseinandernehmen kann. So habe ich die Playbar im Wohnzimmer und der Ton über die HD-Programm macht wirklich Laune. Eine Play:3 im Büro und die 2. Play:3 war auf Wanderschaft. Mal in der Küche, mal im Garten oder als Surround-Box im Wohnzimmer. Mit der Bridge reicht eben vorhandenes WLan aus und eine Stromquelle.

Partymodus

Es gibt in der SONOS App sowie in der Software ein Button bzw. Option die heißt „Partymodus“. Und wenn da Partymodus steht, dann meint man auch Partymodus. Herrlich! Der Partymodus macht nichts anderes als alle registrierte Endabnehmer zu selektieren, um z.B. im ganzen Haus den Stream zu spielen. Guten Song ausgewählt und ab dafür!

Fehlende Systemsounds

Das Streaming funktioniert in der Regel tadellos. Was mich etwas stört ist, dass ich die Systemsounds nicht abspielen kann. Es ist ein Punkt, der mich stört. Ich zahle für eine SONOS Play:3 um die 269 Euro und selbst für eine Play:1 noch 199 Euro. Bei dieser Preiskategorie erwarte ich eine Software, die mir auch den Systemsound streamt und nicht nur die Musik. Ich kann z.B. nicht den Ton eines Spiels oder eine Anwendung über die SONOS Software streamen. Ein Punkt der mich im Test genervt hat, weil man sich trotz 300 Euro Box dann noch so eine 5 Euro Büchse hinstellen müsste, um auch den Systemsound lauter abspielen zu können. Das geht definitiv besser.

SONOS Playbar lässt sich unproblematisch an der Wand anbringen, um sich ins Raumbild einzufügen

Das Bluetooth-Segment ist seitdem stark angewachsen. Selbst klassische Lautsprecherhersteller drängen langsam in dieses Segment. Aber bisher scheint noch niemand auf die Idee gekommen zu sein, dass es Leute gibt, die beide Technologien in einem Gerät benötigen. Und bitte sagt mir nicht, es sei nicht möglich. Wir lassen Roboter auf dem Mars rumkurven.

Fazit

Das Sonos-System ist wirklich klasse. Was mich allerdings nach wie vor stört: der Preis. Ich finde den Preis für die Leistung nicht angemessen und die Playbar für 499 statt 679 würde vermutlich ein Selbstläufer werden. Die Marktpositionierung über den Preis ist natürlich nicht so einfach.
Ich bin etwas enttäuscht von der fehlenden Systemsound-Unterstützung, denn so habe ich eine Streamingbox im Highend-Segment. Ab dieser Preisklasse möchte ich allerdings mir nicht noch ein weiteres Soundsystem besitzen, um vielleicht nur mal den Ton meiner Spielkonsole. Dafür bekommt das sonst gelungene System einen dicken Minuspunkt, der mich bis heute davon abhält, dass System zu kaufen.

Wie schon gesagt – die Tonqualität der SONOS-Geräte ist super. Da gibt es keine Frage und ich kenne auch genug Leute, die schwören auf das System. Wer, wie ich, keine Systemsounds benötigt, der sollte zugreifen. Denn SONOS ist nur eine Streamingbox mit hoher Verarbeitungsqualität und gutem Sound – nein, es ist eben auch eine Komfortsteigerung.

Wenn ihr mehr zu den einzelnen Geräten wissen möchtet, @Caschy hat da was im Angebot:
SONOS Play:1
SONOS Play:3
SONOS Play:5
SONOS Playbar

Hinweis: Als der Test gemacht worden ist, gab es die Play:1 noch nicht, um diese als Sateliten z.B. zu testen. Bei den hier aufgeführten Produkt-Links handelt es sich um Partner-Links, d.h. wenn Ihr über diesen Link bestellt, erhalte ich von Amazon einen kleinen Obolus. Kommt mir zugute und kostet Euch keinen Cent mehr.

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