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Formulare mundgerecht anbieten

Formulare sind im Web ein ähnlich wichtiges Element wie Hyperlinks. Beide gern unterschätzt, aber wo kein Suchschlitz, da auch keine Abfrage der Datenbank. Formulare machen nicht nur das virtuelle Leben leichter. Sie dienen zum Informations- und Datenaustausch in allen möglichen Variationen. Einfache Dinge sind hier sicherlich die Suchabfragen. Heikler wird in Online-Shops an kritischen Stellen, wo die Frustrationskurve des Besuchers schnell in die Höhe schnellen kann oder bereits ist.

Aber ich brauche die Daten doch“, wird manch Shopbetreiber nun knuserig mosern. Das mag ja durchaus sein, wobei viele Datenabfragen auch die Absprungrate in die Höhe treiben. Sei es nur, dass man bei einer XT-Commerce Installation im Checkout bzw. bei der Registratur das Alter mit abfragen lässt. Ein Punkt, wo ich persönlich, mit Abstand die meisten Absprünge mache. Aber das nur nebenbei erwähnt.

Lange Formulare können verschiedene Gründe haben. Die mögen einem nicht immer plausibel erscheinen, aber ändern kann man es auch nicht. Ärgerlich wird es, wenn man darauf angewiesen ist. Wer einmal ein Reklamationsformular eines Etailers durchgegangen ist, wird wissen, was ich meine. Neben den üblichen Daten, braucht man die Seriennummer, Kaufdatum, Rechnungsnummer etc pp. – das Problem ist vielmals, dass der Betreiber dazu geneigt ist, das Formular in laufenden Metern anzubieten. Nach guten alten Tugenden Einer nach dem Anderen und alles schön hintereinander weg.

Wer sich die Mühe macht und ein wenig Hirnschmalz in seine Formulare legt, der wird sicherlich „schön hintereinander“ beibehalten. Allerdings sortiert und häppchenweise. Letzteres mildert Emotionszustand des Besuchers. Die unterschwellige Frustration ist i.d.R. spätestens bei Step 3 verflogen, immerhin hat er schon was geschafft. Ihm wird das an der Statusanzeige angezeigt und er weiß auch, dass er vor 3 Minuten noch seinen Namen eingegeben hat, dass war aber vor einer gefühlten Ewigkeit.

Die Belastung des Hirns wird subjektiv minimiert (ich kann es nicht belegen, bin kein Hirnforscher), da die abgefragten Informationen nach und nach kommen. Um es zu verdeutlichen, greife ich zu einer Analogie aus dem realen Leben. Wer schon einmal ein Formular ausgefüllt hat, was sich über 4-8 Seiten erstreckte, kennt dieses erschlagene Gefühl. Man hat nicht einmal den Namen eingetragen, aber eigentlich dazu schon keine Motivation. Im Gegensatz dazu stellt euch vor, z.B. der Berater sagt, ich brauche dies und jenes und dann noch das von Ihnen. Er erwähnt den nächsten Schritt dann, nachdem der vorherige abgeschlossen ist. Die Menge bleibt unverändert, da man aber die ersten beiden Seiten schon ausgefüllt vor sich liegen hat „ist es ja nicht mehr viel“.

Eine angenehme Möglichkeit Formular zu kürzen bietet FormToWizard. Das Plugin ist sicherlich nicht neu, dafür aber recht praktisch. Es bietet die Möglichkeit die Schritte über Fieldsts und der Legende einfach zu benennen. Die Implementierung ist wirklich einfach von der Hand. Das Formulare im eCommerce wichtig sind, kann man auch sehr exemplarisch bei dem Conversion Doktor nachlesen. Daher sollte man, wenn man seine Webseite kritisch hinterfragt (turnusmäßig oder beim nächsten Mal), den Formularen durchaus Aufmerksamkeit gewidmet werden.

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