BMW M235i The Epic Driftmob: zielgruppengerechte Werbung

Ich warte eine gefühlte Ewigkeit darauf, dass BMW endlich mit einem Drift-Werbespot um die Ecke kommt. Es war eine Frage der Zeit, denn Driften ist in Europa seit ein paar Jahren am Boomen. Die Art sein Fahrzeug zu bewegen kommt aus dem asiatischen Raum, findet aber in Europa und den USA zunehmenden Anklang.

Interone hat für BWM nun einen dementsprechenden Werbeclip kreiert. Ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen, denn der Driftmob wurde in Kapstadt gedreht. Wer das Streitgespräch über Online-Werbung der BrandEins gelesen hat, wird wissen: In Südafrika ist das Licht besser, deswegen fliegt man dorthin.

BMW und Driften

Passt driften zur Marke BMW? Ja! Und es gibt außer dem 135i bzw. M1 kaum ein passenderes Auto aus dem Hause BMW, mit dem man das Thema hätte abfeiern können. Ich kaufe mir keinen M235i, der mir 326PS auf die Hinterachse sattelt, um mir einem ruhigen Sonntagsausflug die Landschaft anzuschauen. Der Käufer erwartet puren Fahrspaß. Wer sich bewusst für einen Hecktriebler entscheidet, tut dies ähnlich bewusst wie Quattro-Fahrer. Wer nicht weiß, welche Achse(n) sein Fahrzeug antreibt, scheidet kategorisch aus. Ein Coupe, 2-Türer, sportlich darf er sein. Es dürfen 19 Zoll oder größere Felgen sein. Eben was das Radhaus nach dem Bördeln hergibt. Autoenthusiasten.

Ich finde den Weg, den BMW weltweit derzeit einschlägt interessant. Denn erst kürzlich gab von BMW Canada einen Clip, der auf einem Flugzeugträger spielt. Es könnte der Marke einen cooleren Anstrich geben. Im Gegensatz zum Klischee heißt das nämlich nicht, dass man sich im Straßenverkehr benehmen muss wie ein Idiot. Dieses Privileg ist markenunabhängig.

Als Zugabe zu dem Clip gibt es noch ein Making of-Video. Das Video beschreibt gut, wie viel Arbeit es benötigt, um eine solche Show einfach aussehen zu lassen. Mit der Besetzung der Fahrer wurden scheinbar weder Kosten noch Mühen gespart. Man stelle sich nur vor, der Dreh geht schief.

Nach dem Blick hinter die Kulissen, hier nun der Spot. Mit 2 Minuten Dauer ist der Dreh nicht vor der Tagesschau anzutreffen, aber unterhaltsam.

Insgesamt ein sehr begrüßenswertes Stück Werbung. Es ist nicht jedermanns Geschmack, dass muss und das soll es auch nicht. Ken Block hat es gezeigt, wie man ein Fahrzeug in Szene setzen, auch wenn der letzte Teil 6 (der wirklich schlecht war) nur noch 21 Mio Aufrufe hat.

Danke BMW für die Inszenierung des 326PS-Spaßmobils.

Keine weiteren Beiträge

Send this to a friend