Me, myself and I: Schreibe nur für dich

Es hat sich viel getan in den vergangenen Jahren, wenn man das Thema Blogging betrachtet. Wenn sich die Lebensumstände auf einmal auf den Kopf stellen, ist Bloggen („privat“) schnell hinten über. Dies ist bei mir nicht anders, mir fehlt in Moment schlicht die Zeit fürs Schreiben – gelobe aber Besserung.


Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen, in dem es darum geht, wie man sich motiviert, wenn man demotiviert ist. Ein Punkt ist mir dabei aufgefallen: für sich selbst schreiben.

sei unvollkommen

Und es ist wahr. Es ist ein Blickwinkel, was auf vielen Blogs völlig unter den Tisch gefallen ist. Auch wenn Michael fragt, was heute einen Blog ausmacht, hat sich eigentlich nicht viel geändert. Natürlich liegen Nachrichtenformate im Trend, denn damit kann man die Industrie ansprechen, hat evtl. ausreichend News um diese zu verarbeiten. Man kann dadurch Reichweite generieren, und ein paar Taler verdienen um dann wieder: genau, die Industrie anzusprechen. Das ist auch alles ok – aber was mir fehlt, ist oftmals ist die persönliche Note.
Die Einzigartigkeit, die einen Blog eben zu einen Blog macht. Die Mängel, die Kanten, die Unzulänglichkeiten, Buchstabendreher, echte Wortkotze oder eine emotionale Entgleisung.

keine Checklisten

Ich würde dies eben in jenen Pott werfen: für sich selbst schreiben. Einfach für sich, weil man loswerden möchte, was einen beschäftigt. Ohne Zahlenspiele, Überschriften-Tweaking, Erfolgsprognosen und zeitliches Taktieren. Und seien wir mal ehrlich: Diese Artikel bekommen auch gern mal Aufmerksamkeit – auch und gerade weil es dort im Fokus nicht um die sonstigen Kriterien eines Blogs geht.

zu wenig Interaktion?

Diese Artikel haben aber noch einen weiteren Effekt. Im Marketingjargon mit Beratersprech-Expertise sagt man: „Diese Artikel zahlen auf die Marke ein“. Man steht für etwas, für eine Meinung, eine Ansicht, eine Einstellung. Es rückt alles in ein anderes Licht. Das ist langfristig gesehen nicht ganz unwesentlich, denn es bindet den Leser auch an den Blog („Leserloyalität“).

Zu guter Letzt muss ich sagen: ich lese solche Artikel sehr gern zwischendruch, weil sie oft spannend zu lesen sind. Also schreibt wieder häufiger für euch. Weil es euer Blog ist, wo ich (nur) Gast bin.

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