„McFit: Die Klitschkos“ – versteh ich nicht

Bereits gestern geisterte es schon durchs Web. Der Kurzfilm von McFit mit Vitali und Wladimir Klitschko. Der Film soll eigentlich den Zuschauer dazu bewegen seinen Hintern hoch zu bekommen und ins Fitness-Studio zu gehen. Ob er das Ziel erreicht, vermag ich ernsthaft in Frage stellen. Dabei möchte ich jedoch auch Herrn Schaller und sonstige Assoziationen aussen vor lassen.

Die Kommentare bei Youtube sprechen schon eine deutliche Sprache, dass der Film vermutlich viral nicht “abgehen” wird. In dem Zusammenhang findet an Prominenter stelle ein Gewinnspiel statt. Wer also noch 1 Jahr kostenlos McFit gewinnen möchte – viel Glück.

Der Film selbst ist etwas langatmig gestaltet. Etwas schmunzeln kann man am Anfang noch, wenn die Klitschko Brüder übergewichtig durch das Bild huschen. Ebenso der asiatische Trainer dürfte für Heiterkeit gesorgt haben. Was aber fehlt völlig fehlt ist der Unterschied zwischen McFit-Besuchern und Übergewichtigen. Der einzige Nachteil ist scheinbar, dass man nicht richtig Gitarre spielen kann.

Diese doch etwas in die Länge gezogene Geschichte endet nach 5 Minuten in einer Einblendung einer McFit-Filiale. Die einleitende Frage “Was ist das denn? Ist das ein Casino?” ist schon ziemlich fragwürdig. Ich kenne zumindest kein Casino, welches einen Fahrradständer vor der Tür hat und feinstes Wellblech die Fassade ziert. Frei nach dem Motto “Schlimmer geht’s immer”, kommt dann der krönende Abschluss. Die “Dicken” gehen in Richtung McFit und die Boxer kommen heraus, gehen aneinander vorbei, Wladimir dreht sich um, lacht kurz und sagt “Vitali? Hast du die beiden Typen gesehen?”

Was möchte man mir jetzt damit sagen? Das es bei McFit genauso ist, wie in allen anderen Fitness-Studios? Das sich die Schlanken über die Dicken lustig machen? Machen sie in der Regel zwar nicht, aber es ist ja etwas, was sich gern eingeredet wird. Die Angst der Übergewichtigen wird hier bestärkt. Es ist doch oftmals der Grund, warum viele ein Bogen um ein Fitness-Studio machen. Blöde Sprüche, komische Blicke, Getuschel. Kein guter Nährböden um das evtl. angekratzte Ego wirklich auf Vordermann zu bekommen.

Die Boxer gehen über die Straße, das Bild blendet aus, der Satz/das Motto “Gib dich niemals auf” wird eingeblendet. Das Motto war wohl dazu gedacht, dass die Leute ihren inneren Schweinehund überwinden. In dem Zusammenhang des Films könnte man auch gut assoziieren “dann kannst du dich auch über Dicke lustig machen”. Ich weiß, dass es nicht die Aussage ist, die man machen wollte, dass unterstelle ich auch nicht.

Was bleibt ist für mich die Frage: was hat man sich bei dem Ding eigentlich gedacht? Aber macht euch euer eigenes Bild…

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