Der Wurm muss dem Fisch schmecken

Nach meinem letzten Beitrag zur conversion rate, hatte ich im Snippr Blog eine nette Unterhaltung mit A.Kahl von der Synaxon AG. Wir philosophierten über den Gedanken „conversion rate ist nicht nur was für Online-Läden“. Ich versuche das Thema mal langsam aufzugreifen und ein paar offensichtliche Fehltritte darzustellen. Denn oftmals beginnt es bei grundlegenden Dingen.

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler

Die weit verbreitete Phrase, dass der Wurm dem Fisch und nicht dem Angler schmecken muss, spiegelt relativ gut wieder, mit welchen Problemen vor allem kleine und mittelständische Unternehmer und deren Kunden zu kämpfen haben. Der Kunde, insbesondere der Geschäftsführer, möchte oftmals dass die von ihm bezahlte Webseite ihm gefällt. In allen Belangen. Grundlegend ist das auch sein gutes Recht, wenn es aber in Bereiche geht, wo er die Leistung seines Dienstleisters schmälert, kommt man schnell in den Grenzbereich des „Erträglichen“. Keiner würde auf die Idee kommen mit dem Hammer auf seinem Neuwagen rumzuschlagen, nur weil man es wellig mag.
Man sollte sich auch als Auftraggeber vor Augen führen, für wen die Seite eigentlich gemacht wird. Was man damit erreichen möchte und wen man ansprechen will. Fein Justierungen werden nach einem Launch ohnehin noch stattfinden, denn eine Webseite ist ein reifender Prozess. Wer einfach nur dabei sein möchte, der kommt etwa ein Jahrzehnt zu spät.

KISS-Prinzip

Keep it simple, stupid! Das Kiss-Prinzip umschreibt eigentlich nichts weiter als seine Sachen einfach zu halten. Ein Knackpunkt den manch einer gern mal vergisst. Schließlich möchte man sich mit all seiner Kompetenz präsentieren. Ein Azubi hat bei Fragen immer zu mir gesagt: „Erkläre es mir als wäre ich 5 Jahre alt“. Und er hat Recht. Das wohl berühmteste KISS-Prinzip ist Yahoo gegen Google. Yahoo hatte 1998 bereits 178 Links auf der Startseite (Quelle müsste ich raussuchen, kann auch 1999 und 176 gewesen sein). Google hatte einen Link und einen Suchschlitz um seine Abfragen einzuwerfen. Dass im Laufe der Jahre auch die Relevanz der Suchergebnisse eine Rolle spielt, keine Frage – geschenkt. Deutlicher kann man es vermutlich nicht mehr darstellen. Das der Erfolg von BigG noch auf andere Dinge zurück zu führen ist, ist ein anderes Thema.

Weniger ist mehr

Generell sollte allerdings darauf geachtet werden, dass man seinem Leser/ Besucher / potentiellen Kunden nicht zu sehr mit Informationen überschwemmt. Weniger ist eben mehr. Neben der Anzahl an Informationen sollte auch das Fachchinesisch in einem ausgewogenen Verhältnis gehalten werden. Dies ist sicherlich auch Zielgruppen abhängig. Allerdings, wer eine Zielgruppe hat, hat dem Wettbewerb i.d.R. schon etliches voraus. Altbacken sollten ganz entfernt werden: ein jahrelang vollzogenes Geblinke gilt in 2009 als kontraproduktiv.
Gern neigt man dazu den Besucher mit Informationen zu überschütten, was zur Folge hat dass er auf Grund einer einfachen Reizüberflutung binnen Sekunden abbricht. Eines ist allerdings sicher: Der kommt nicht wieder. Daher sollte man vorher schon die Relevanz vom Content bewerten, sortieren und filtern. Reizüberflutung ist wohl ein worst case für beide Seiten. Dies ist insgesamt jedoch ein Thema, dass ich an gesonderter Stelle nochmal extra behandeln werde.

Eine Sache, die ich noch in den Raum werfen möchte ist: Mehrwert! Eine Webseite sollte im Idealfall einen Mehrwert für den Besucher bieten. Dieser Mehrwert sollte auch erkennbar sein.

Für mehr Eckpunkte lasse ich Platz in den Kommentaren. Bin hier ja nicht der Alleinunterhalter 😉

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