Volkswagen beeindruckt gegen SMS am Steuer

Es gibt in unterschiedlichen Ländern, verschiedene Ansätze, wie ausreichend Bewusstsein für das Problem Handys am Steuer lenkt. Wie bei vielen anderen Verboten auch, wird in der Regel mit Angst geworben. Jedoch ist ein Hinweis auf die Risiken nie wirklich erfolgreich, auch wenn es naheliegend klingt.

Ich liebe Werbung, die mich nicht mit Verboten und Warnhinweisen zubomben. Deswegen habe ich vielleicht auch aufgehört zu rauchen, als man mir sagte, was in meinem Gehirn passiert und nicht, weil ich meinem Körper damit schade.

Diese Warnhinweise verfehlen ihre Wirkung. Es bringt das Ergebnis meines Fehlverhalten mir nicht näher. Die größte Wirkung entfaltet sich immer dadurch, dass wir als Konsumenten selbst nachempfinden können. Wir kennen es alle, wenn wir mutmaßen, dass eine bestimmte Tätigkeit keine große Sache ist, bis wir es selbst ausprobieren. Durch die gemachte Erfahrung verändern wir unseren Blickwinkel.

Volkswagen hat in Hongkong ein Kino präpariert. Der Clip läuft vor einem Kinofilm. Es fährt ein Auto eine gerade Straße herunter. Das Auto fährt und fährt, die Szene ist sehr monoton gehalten. In Zusammenarbeit mit einem örtlichen Provider werden an die anwesenden Handys eine SMS verschickt (die technische Umsetzung würde mich sehr interessieren). Die Kinogäste bekommen eine SMS geschickt und ihre Aufmerksamkeit von der drögen Werbung gelenkt.

https://www.youtube.com/watch?v=JHixeIr_6BM

Sekunden später kracht es auf der Leinwand. Der Wagen ist von der Fahrbahn gekommen und kommt an einem Baum zum Stehen. Die Kinobesucher versuchen sich zu sortieren, wie ihnen gerade geschieht. Danach folgt die Auflösung mit dem Hinweis, dass Handy am Steuer inzwischen die häufigste Todesursache ist. Eine Erinnerung, die Augen auf der Straße zu lassen. Volkswagen gibt sich zu erkennen.

Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man Aufmerksamkeit für wichtige Themen erzeugt.

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