WWDC 2013: Apple entwickelt weiter

Die WWDC-Keynote 2013 hat viele Sachen auf den Weg gebracht. Auf den ersten Blick vermag es nicht unbedingt so aussehen als würde sich dort eine „Revolution“ anbahnen. Wozu auch? Ich bin Apple-User und ich mag die Dinge so, wie sie im Prinzip sind. Bis auf einige Ausnahmen. Der Rest ist einfach Fortschritt, den man nicht aufhalten kann und nicht aufhalten sollte.

Der Werbeblock ging etwa 2,5 Stunden, wie das immer so üblich ist. Und ich muss sagen, es war eine der besseren Vorträge. Ich sehe viele Dinge, die ein ungeheures Potenzial haben. Einfach weil Sie eine Evolution sind, die sich als Funktion hinten anstellen. Wenn der Techie sich vielleicht noch etwas mehr Hardware gewünscht hätte.

OS X 10.9 Mavericks

Das neue Betriebssystem ist, wie alles in der Präsentation, die logische Konsequenz aus dem, was es derzeit gibt und dem, was fehlt. Die systemweite Integration von Lesezeichen sowie Twitter-Links ist nichts, was mich technisch vom Sockel haut. Es könnte sich in der Praxis aber einmal mehr als nützlich erweisen. Es ist nicht spektakulär, aber die Fortsetzung meiner jetzt gewöhnlichen Arbeitsschritte. Finder mit Tabs also auch Maps im System ist nett. Das sind einfach Punkte, die ich dann auch so erwarte.
Multiple Displays mit eigener AirPlay-Unterstützung und diese funktionieren auch mit dem AppleTV – ok, ich bin dabei. Genauso wie bei dem Kalender, der zwar nach wie vor schöner zu gestalten wäre. Die Integration von weiteren Informationen wie Anreisezeit und Erinnerung mit „du-musst-jetzt-los-sonst-kommst-du-zu-spät“-Funktion. Kein Wow – einfach einen Schritt weiter. Völlig unspektakulär – aber nett.

Tags? Schlagwörter für Dateien aller Art – systemweit? Äh – endlich? Während Sascha sich noch fragt, ob man ihn verschaukeln will, muss ich sagen: Endlich! Ich gehöre zu den Leuten, die von dieser kleinen Funktion profitieren werden. Und es werden eben jene 2-3 % sein, die die Arbeit reibungsloser erscheinen lässt.

Das Power-Management, welches Fenster im Hintergrund inaktiv werden lässt und die CPU-Last reduziert, weckt bei mir ein hohes Interesse. Wichtig ist natürlich, dass die Akku-Laufzeit erhöht wird, wenngleich ich mich hier auch für technische Seite interessiere, wie das Problem gelöst wurde.

iWork for Clouds


iWork for Clouds ist ähnlich wie Tags für Dateien. Ich dachte, im ersten Moment: „Ja und?“ – Hm, das Ding funktioniert im Browser genauso wie am System. Die Ausweitung und Nutzung von iCloud. Gemeinsames Arbeiten an Dateien. Was ich aber am wichtigsten finde: Nie mehr eine Präsentation vergessen oder wegen Hardware-Hazzle halten können. Ich kann das Ding dann eben auch am PC abspielen, zum Beispiel. Das ist nichts, wo man ausflippen muss – aber wohl etwas, was den „casual user“ wohlwollend zur Kenntnis nimmt.

iOS7


Es ist bunt. Es wurde aber auch Zeit. Nicht dass es bunt wurde, aber dass sich etwas ändert. Immerhin ist das Design jetzt auch schon ein halbes Jahrzehnt alt. Es reicht dann mal auch. Es ist mir ehrlich gesagt egal, wer beim wem angeblich was geklaut hat. Ich bin Nutzer und ich denke das Design hat viele Elemente, die ein gutes Design ausmachen. Dinge, die man nicht bewusst wahrnimmt. Die Ratio von Elementen und Icons zueinander, die Schriftbögen und Abstände. Spannendes Konzept. Ich denke, es wird sein Charme entfalten wird, wenn man es in der Hand hält. Wer bei wem was übernommen hat, darüber mag ich mir keinen Kopf machen – ich kann es ohnehin nicht ändern, daher spare ich mir die Zeit.

Fazit

Apple entwickelt sich weiter. Nicht mehr und nicht weniger. iOS7 will niemand haben, bis zum Tag, an dem es (für alle) veröffentlicht wird. Die Übernahme von populären Funktionen ins Betriebssystem ist nun leider nichts Neues.

Über das Design des Mac Pro lässt sich sicherlich streiten – wobei das Gerät einfach aus Preisgründen schon ausscheidet. Aber 3x 4k Monitore zum Laufen zu bringen, ist schon durchaus nett.

Die Präsentation reicht zwar inhaltlich nicht über ein „nett“ hinaus, das muss sie aber auch nicht. Wozu?

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