Irgendwie ist es mehr

Es wird viel über Social Media gesprochen. Social Media ist tot, lebt, gut, schlecht, böse… etc. Experten braucht man manchmal, manchmal nicht. Es ist relativ trendy im eigenen Saft zu schwimmen. Dabei ist es eine Kunst nicht zu weit in die Zukunft zu schauen. Der Abstand zwischen den Anderen und den Onlinern wächst ohnehin von Tag zu Tag. Um all das geht es hierbei aber nicht.

In den letzten Wochen hatte ich das Vergnügen in sehr simplen Worten zu erklären, was in diesem Onlineteil eigentlich los ist. Es brachte mich auf neue Gedanken, über die ich gestolpert bin. Anhaltender Dialog. Ja. Technische Hilfsmittel. Ja. Internet. Ja. Nachrichten. Ja. Schnell. Ja. Ja. Ja. Was geschieht aber sonst in der Gesellschaft?

Der technische Fortschritt findet für alle statt. Nicht nur im Socialbereich. Ja, Social Media ist keine Modeerscheinung mehr – es wird wohl bleiben. Die Technologie wird sich weiter wandeln. In der Entwicklung Europas innerhalb der letzten 100 Jahre, fällt selbst mir als Geschichts-Laie auf, dass im Zeitstrahl hinten raus mehr Ereignisse sind. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Welt ein Stück zusammen gerückt ist.

Ich habe heute Zugriff auf Unmengen an Informationen. Das ist an sich nichts Neues. Diese Erkenntnis ist sicherlich auch schon 10 Jahre alt. In den letzten 10 Jahren sind Filter hinzukommen. In den letzten 5 Jahren sind die Filter personalisiert. Ich sehe auf foursquare, wer von meinen „Freunden“ sich gerade wo aufhält. Echtzeit. Ich kann live an Orten zusehen, weltweit – dabei ist es völlig egal ob es der Tahir Square in Ägypten ist oder eine Facebook Keynote.

Es ist nicht nur so, dass ich Informationen produziere. Das ist eine kleine Gruppe. Ich habe aber auch Zugriff auf diese Informationen. Egal wann, egal wo, egal wie. Ja gut, es gibt noch Orte ohne Mobilfunknetz. Klar. Aber all dieses Zeugs verändert uns in unserem Handeln, Denken und somit auch die Zukunft. Da hilft es auch nicht, wenn Continental heute Facebook und Twitter verbietet.

Ich denke, womit wir „Geeks“ uns beschäftigen, ist nur ein Randgebiet. Vielleicht die Spitze, die sich nach und nach in neue Themen bohrt. Verändern wird sich dadurch aber eine komplette Gesellschaft. Es geht nicht um Likes, Retweets oder Page Impression.

In Moment sind wir in einer Phase, wo sich die ersten Experimente sättigen, erfolgreiche Wege sich kristallisieren. Es gibt noch viel zu erkunden, wie und ob man damit Geld verdient. Ich finde es aber auch wichtig, zu sehen welchen Einfluss dies alles auf uns alle hat. Online wie offline.

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