5 Gründe, wieso niemand deinen Beitrag kommentiert

Kommentarschwund in Blog ist schon länger ein Thema. Die Frage, wieso dies so ist, hat verschiedene Gründe. Social Networks graben einem das Wasser ab und die Diskussionen verlagern sich dorthin. Es war uns Bloggern eine dienliche Ausrede, die einen Teil der Wahrheit sicherlich trägt.

Es gibt neben offensichtlichen Gründen auch Dinge, die einem erst mit längerem Hinsehen, eigener Reflexion und etwas Abstand bewusst werden. Ich fange mit dem naheliegenden Punkten an.

1. Dein Artikel wurde kaum gelesen

Du hast zwar einen halbwegs anständigen Text geschrieben, aber die Besuchszahlen sind im eigenen Verhältnis miserabel. Die Überschrift war vielleicht nicht gut genug, wobei Du es mit dem Clickbait-Versuch nicht übertreiben solltet. Leite deinen Artikel an 1-2 Personen und frag nach Verbesserungen und dann schieb den Text ggf. erneut durch deine Kanäle.

2. Dein Beitrag ist absoluter Quatsch

Es soll vorkommen, dass man zu einem Thema eine starke Meinung hat. Eine starke Meinung reicht aber nicht aus, um jeden Mist im Netz zu platzieren. Damit sich die Leute mit Dir reiben wollen, musst Du einen wunden Punkt treffen. Man erhofft sich Aufmerksamkeit davon, sonst sehen Trolle keinen Sinn darin, dich auf ihre Art zu korrigieren.

3. Niemand versteht deinen Beitrag

Hiervon kann ich ein Lied singen. Ich möchte nicht wissen, wie viele der hier geschriebenen Beiträge nicht funktioniert haben, weil sie niemand verstanden hat. Meine Schreibe hat sich (hoffentlich) im Laufe der Zeit verbessert, aber wenn ich die Gedankensprünge in alten Artikeln sehe, schlage ich gern mal die Hände über dem Kopf zusammen.

Du kannst aber auch einfach mit deinem Thema zu früh dran sein. Influencer sind ja zur diesjährigen dmexco scheinbar der heiße Scheiß. Mir fiel ein, dass ich darüber 2011 geschrieben etwas habe. Ich war meiner Zeit nicht voraus, aber 2011 war Influencer-Identifikation einfach kein Thema. Das sieht 2014 anders aus.

4. Die Diskussion wird woanders geführt

Wie im Eingang schon beschrieben, kann es sehr gut passieren, dass die Diskussion auf Facebook, Twitter, Google+ oder einem anderen Netzwerk geführt wird. Dies ändern zu wollen, ist pure Zeitverschwendung. Akzeptiere diesen Umstand. Das Einzige, was Dir bleibt, ist, mit gutem Beispiel voranzugehen.

5. Dein Artikel ist vollständig

Ein schleichender Prozess ist die Vollständigkeit eines Artikels. Im Laufe der Jahre verbessert sich hoffentlich deine Schreibe. Dies führt dazu, dass Du umfassende Artikel schreibst, die dein komplettes Thema abdecken. Es gibt zu dem Thema einfach nichts mehr zu sagen und dem Leser bleibt nichts außer Dir zuzustimmen. Diese Qualität an Artikeln kann zwar zu einer hohen Verbreitung in den Social Networks führen, jedoch bremst es auch die Kommentare.

Fazit

Es gibt genug Gründe, wieso die Kommentare in deinem Blog abnehmen. Es sollte Dir aber nicht zu denken geben. Natürlich solltest Du generell dein Vorgehen von Zeit zu Zeit hinterfragen, und wenn Du Dich mit deinem Blog nicht mehr wohlfühlst, die Richtung wechseln. Wenn Du Kommentare wieder etwas provozieren willst, lass doch einfach mal den letzten Satz weg, der den Deckel auf das Thema zu macht. Du musst deinem Leser die Chance geben, sich zu äußern. Ob es nun seine Meinung ist oder eine fachliche Ergänzung – lass ihm Luft zum Atmen.

Wenn Du Dich entscheiden solltest, wieder mehr zu kommentieren, habe ich noch 11 Tipps für dich. Wenn Du unbedingt einen negativen Kommentar absetzen möchte, denkt bitte daran, etwas weniger Angriffsfläche zu bieten. Wir sind zwar dazu geneigt, eher mal dagegen zu sein, jedoch benötigt eine Zustimmung weniger Zeit. Wenn Du deine Kommentarsperre überwunden hast, vielleicht schreibt ja auch mal jemand, was er an deinem Artikel nicht verstanden hat 😉

(Bildnachweis: Shutterstock)

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