Wirf einen Blick in die Statistiken, deine Leser werden es dir danken!

Ich habe kürzlich meine Top25 veröffentlich. Einfach um das Jahr noch mal Revue passieren zu lassen und alte Inhalten wieder aufblühen zu lassen. Euch die Chance zu geben, den einen oder anderen verpassten Artikel doch noch zu lesen.

Diese Liste ist trügerisch und liefert euch zwar die richtigen Ergebnisse, allerdings aus einer teilweise falschen Sichtweise. In der Regel nimmt man sich irgendeine Statistik und sucht sich einen Indikator, der bestimmt, was besonders beliebt war. Ein oft gemachter Fehler ist hier nur die Besuchszahlen zurate zu ziehen.

Populär vs Qualität

Die Krux dieser Statistiken ist, dass sie uns zu falschen Rückschlüssen führen. Nur weil ein Beitrag eine hohe Popularität genießt, bedeutet dies noch lange nicht, dass dies durch die Qualität geschieht. Oder wie würdet ihr die Qualität von Seiten wie Buzzfeed, 9GAG oder der BILD bewerten? Es ist leider nicht so, dass Artikel mit dem größten Zeitaufwand, dem meisten Herzblut und einem höchst wissenschaftlichen Ansatz gleichzeitig einen Erfolg garantieren.

Daher wäre es trügerisch, sich allein auf Besuchszahlen zu stützen. Ein weiterer Schlüssel liegt in der durchschnittlichen Besuchszeit auf dem einzelnen Beitrag.

Lesezeit als Indikator

Nachdem ihr eure Statistiken nun nach der Besuchszeit sortieren lassen, solltet ihr die Ergebnisse nach einer Mindestanzahl von Zugriffen filtern. Eine zweistellige Besucherzahl bei einer Besuchszeit von weit über 10 min bei einem Vorlagendownload deutet eher auf ein offen gebliebenen Tab hin, als auf die redaktionelle Krönung des Autos. Die übrig bleibenden Ergebnisse liefern euch allerdings ein sehr gutes Bild davon, was gelesen wird und was nicht.

Wenn ihr diese Statistik auf die Spitze treiben wollt, könnt ihr die Daten, zum Beispiel in einer Excel-Tabelle anreichern. Die Anzahl der Wörter hinzufügen sowie der prognostizierten Lesezeit mit der tatsächlichen Besuchszeit vergleichen. Dies wird nicht exakt passen, aber soll als Indiz ausreichen. Ich kann zumindest nicht anhand der bloßen URL erkennen, wie lange denn der Text gewesen ist, den ich vor 6 Monaten geschrieben habe.

In der Mitte liegt die Wahrheit

Wie so oft, gilt auch hier: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Um sich nun für die Zukunft etwas besser ausrichten zu können, empfehle ich beide Ergebnisse miteinander zu vergleichen. Die Artikel, die in beiden Statistiken auftauchen, sollte dir eure Aufmerksamkeit widmen. Es sind jene Publikationen, die nicht nur (in Relation) gut besucht sind, sondern scheinbar auch gern gelesen werden.

Eine ausgewogene Balance ist beim Bloggen wichtig, um einen langem Atem zu behalten

Fazit

Die regelmäßige Selbstkontrolle ist ein unerlässlicher Vorgang, um die Mitte zwischen Leser und Autor zu finden. Es besteht kein Zweifel daran, dass Blogs dem Autor dienen. Es hat sich allerdings auch herumgesprochen, dass Schreiben mehr Spaß macht, wenn die Texte, Anleitungen, Produkttests, Videos, Bilder oder was man sonst noch veröffentlichen kann, auch gelesen/gesehen wird.

Um nicht immer erst am Jahresende eine Entwicklung zu erkennen, empfehle ich einen monatlichen Termin im Kalender. Dies verschafft euch nicht nur einen Überblick über die aktuellen Dinge, sondern auch, welche Publikationen gegebenenfalls langfristig ihre Früchte tragen.

(Bildnachweis: Shutterstock)

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