Es herrscht Unmut über der Marke ADIDAS. Seit gestern Abend allerdings nur virtuell. Jedoch hat dieser aufkommende Problemfall eine andere Dimension. Man hat nicht etwas Dummes gesagt oder getan, was den Kunden in Flammen stehen lassen könnte. Das Problem ist ein viel tieferes. Die Tötung von Hunden und Katzen in der Ukraine hat hohe Wellen geschlagen. So hoch, das man in Kiew bereits vergangene Woche ein Verbot aussprach.

Hunde und Katzen töten. Internet. Facebook-Fanpage. Ein äußerst brisanter Cocktail, denn dafür braucht man kein Freund von Catcontent zu sein, um ein solches Verhalten intolerant zu finden. Tiere sinnlos töten – ich denke, da bedarf es keinen weiteren Kommentars.

Bei Conti zieht man den Rotstift?

Apropos kein weiteren Kommentars – dies scheint man sich im Hause ADIDAS ebenfalls zu denken. Man hat es bisher versäumt zu dem Thema überhaupt Stellung zu nehmen. Vermutlich sind die Stellen intern schlicht zu langsam. Continental hingegen hat vorab ein paar Worte verlauten lassen. Scheinbar wird dort allerdings auch mit dem Rotstift dazwischen gehauen, dies ist allerdings ein ungeprüfter Vorwurf, den man sich auch bei Adidas Originals vorhalten lassen muss.

Bei ADIDAS Originals scheint es nicht besser zu laufen

Während die Abstände bei Conti noch in Grenzen hält, gehen die Protest-Postings bei ADIDAS nahe zu im Minutentakt auf der Pinnwand ein. Man hat sich auf drei Versionen des Protestes geeinigt. Diese werden im copy&paste-Zyklus auf die Fanpage geschmissen. Diese schwappen auf die weiteren Sponsoren derzeit über. Bei KIA als auch Coca-Cola geht der Protestmarsch nicht einfach vorbei.

Einer der häufig kopierten Texte, den man auf den Pinnwänden findet

Ich bin gespannt, wie ADIDAS darauf und vor allem wann man überhaupt mal reagieren möchte. Pikant an der Situation ist, dass sich die Stimmung seit 24 Stunden aufkocht. Es niemand bisher reagiert hat und es auch keinen direkten Schuldigen gibt. ADIDAS oder Continental sind Sponsoren der EM 2012. Die UEFA soll, so lässt sich in einigen Postings lesen, auch ihr Fett wegbekommen.

Sponsoren und UEFA wird vorgeworfen, dieses Verhalten zu billigen. Dieser Vorwurf ist gar nicht so weit weg geholt. Das Problem hätte rechtzeitig erkannt werden können, bevor aus Kiew ein Verbot ausgesprochen worden ist. Dies nachträglich zu behaupten, ist sicherlich einfach. Im Hause Carlsberg oder die Agentur von Carlsberg hat es allerdings einrichten können, 3 Zeilen am Samstag zum Thema zu verlieren. Genauso wie es Continental in deutsch sowie englisch dazu ein kurzes Statement abgegeben hat.

Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Tage entwickeln werden. Wie die Sponsoren der UEFA EM 2012 reagieren werden. Es hat für mich in Moment einen anderen Stellenwert, wie bisherige Proteststürme, wo sich ein Unternehmen schlicht zu dumm angestellt hat. Vielleicht mag ich mir das auch nur einbilden. Lassen wir einfach mal ein paar Tage ins Land ziehen.

Hinwe: Auf die Abbildung der Protestbilder wurde bewusst verzichtet.

2 Responses

  1. Vorstadtprinzessin

    Adidas hat sich dann auch mal geäußert:

    “Wir möchten uns hiermit zu den (zahlreichen) Fragen und Äußerungen auf der Originals Facebook-Seite äußern und euch unseren Standpunkt zum Thema Tierschutz in der Ukraine im Hinblick auf die UEFA EURO 2012 mitteilen: Die adidas Gruppe ist strikt gegen jegliche Form der Tierquälerei und erwartet von den ukrainischen Behörden, diesen Vorwürfen gewissenhaft nachzugehen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Wir beobachten dieses Thema ganz genau und werden das auch weiterhin tun.”

    Dennoch gehen noch einige Proteste bei denen ein!

    Diese ganze Situation ist total Herzlos und es hat wirklich viel zu lange gedauert, bis das Verbot ausgeprochen wurde. Wirklich eine Schande für die Verantwortlichen und vor allem für die Ukraine und den Fußball!

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  2. Daniel

    Damit haben sie sich auf keinen Fall einen Gefallen getan. Das lange wegschauen hätte nicht sein müssen. Wieviele Tiere haben schon darunter gelitten. Verständlich das niemand da gut drauf anzusprechen ist und bereits jetzt ein schlechtes Bild auf die Ukraine und natürlich dem Fussball gefallen ist.

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